Oft gibt trotz Mammografie, Ultraschall oder Kernspin erst eine Gewebeprobe (Biopsie) endgültige Klarheit, ob eine Veränderung in der Brust gut- oder bösartig ist. Es gibt verschiedene Methoden zur Gewebsentnahme:
FeinnadelpunktionBei der Feinnadelpunktion wird eine sehr feine Nadel mehrfach in die Brust eingestochen, und es werden mit einer Spritze Zellen herausgesaugt. Da man dabei nur wenig Material gewinnt und außerdem die Gefahr besteht, dass man den verdächtigen Bereich verfehlt, ist das Ergebnis oft nicht sehr aussagefähig. Denn wenn keine bösartigen Zellen in der Probe gefunden werden, kann man nicht sicher sein, dass wirklich kein
Karzinom vorliegt. Bei Zysten dagegen ist die Feinnadelpunktion eine gute Methode, denn dabei kann gleichzeitig die Flüssigkeit abgesaugt und der Knoten damit beseitigt werden.
Stanzbiopsie (Hochgeschwindigkeitsstanze)Die
Stanzbiopsie ist heute die Standardmethode für eine Gewebsentnahme. Mit der etwa 1,5 Millimeter dicken Hohlnadel, die mit einem Stanzgerät nach örtlicher Betäubung mit hoher Geschwindigkeit in die Brust „geschossen“ wird, kann zum Beispiel zur Abklärung von Mikrokalk relativ viel Gewebe entnommen werden. Damit können gut- und bösartige Tumoren unterschieden werden. Wenn es
Krebs ist, können schon vor einer Operation wertvolle Informationen über die Art, Größe und das Wachstumsverhalten des Karzinoms gewonnen werden. So kann die Operation genauer geplant werden und frühzeitig ein Gesamtkonzept für die Behandlung überlegt werden.
VakuumbiopsieMit dieser Methode können noch größere Gewebeproben als mit der herkömmlichen
Stanzbiopsie entnommen werden. Dabei wird Gewebe seitlich in eine 4 bis 5 Millimeter dicke Hohlnadel gesaugt und mit einem kleinen rotierenden Messer abgetrennt. Je mehr Gewebe entnommen wird, desto belastender ist der Eingriff, aber desto sicherer ist auch die Diagnose.
letzte Aktualisierung: 03.02.2012
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Artikelinformationen zu Biopsie der Brust