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Glomerulonephritis (Nierenkörperchenentzündung) - Hintergrund / Einleitung

Glomerulonephritis (Nierenkörperchenentzündung)


Bei einer Glomerulonephritis sind die Filterzellen in den Nierenkörperchen – auch Glomeruli genannt – entzündet. Eine solche Entzündung der Nierenkörperchen betrifft in der Regel beide Nieren und kann massive Beeinträchtigungen der gesamten Nierenfunktion zur Folge haben. Die Glomerulonephritis kann dabei kurz und heftig (akut), rasch fortschreitend (rapid progressiv) oder langsam und schleichend (chronisch) verlaufen. Darüber hinaus kann zwischen einer primären und einer sekundären Form der Glomerulonephritis unterschieden werden.

Definition: Was ist eine Glomerulonephritis?


Als Glomerulonephritis wird in der Medizin eine abakterielle Entzündung der Filterzellen in den Nierenkörperchen (Glomeruli) bezeichnet, die in der Regel beide Nieren betrifft. Jede Niere verfügt über mehr als eine Million dieser Filterzellen, die dafür zuständig sind, die Abfallprodukte aus dem Blut zu filtrieren und über den in der Niere gebildeten Urin über die Harnröhre aus dem Körper auszuscheiden.

Darüber hinaus ist die Niere auch für die Regulation des Wasser- und Salzhaushaltes, die Blutdruckregulation, die Bildung der roten Blutkörperchen und den Knochenstoffwechsel wichtig. Kommt es im Rahmen einer Glomerulonephritis zu Entzündungsprozessen in der Niere, kann dies die gesamte Nierenfunktion massiv beeinträchtigen. Eine Glomerulonephritis gehört daher auch zu den häufigsten Ursachen für eine chronische Niereninsuffizienz.


Formen der Glomerulonephritis


Bei einer Glomerulonephritis werden im klinischen Sprachgebrauch meist abhängig vom Verlauf und dem Ort der primären Schädigung verschiedene Formen der Erkrankung unterschieden. So wird zum einen zwischen einer akuten und einer chronischen Glomerulonephritis unterschieden, da die Entzündung der Nierenkörperchen entweder kurz und heftig (akut), rasch fortschreitend (rapid progressiv) oder langsam und schleichend (chronisch) verlaufen kann.

Zum anderen kann zwischen einer primären und einer sekundären Form der Glomerulonephritis unterschieden werden. Die primäre Glomerulonephritis ist durch eine Entzündung, die zunächst nur an der Niere abläuft, gekennzeichnet. Die sekundäre Glomerulonephritis wird dagegen durch Erkrankungen außerhalb der Nieren oder generalisierte Erkrankungen, wie beispielsweise Krebserkrankungen, Infektionen oder Reaktionen auf die Einnahme bestimmter Medikamente hervorgerufen.

Ursachen für eine Glomerulonephritis


Bei der primären Glomerulonephritis handelt es sich meist um sogenannte Autoimmunerkrankungen, deren Ursachen noch weitgehend unbekannt sind. Die körpereigene Immunabwehr greift dabei die eigenen Nieren an und führt so zu Entzündungen an den Nieren, die zu einer Schädigung des Nierengewebes und so zu einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion führen. Die sekundäre Glomerulonephritis wird durch Erkrankungen anderer Organe außerhalb der Nieren verursacht. So können unter anderem Krebserkrankungen wie Lungenkrebs und Infektionskrankheiten eine sekundäre Glomerulonephritis zur Folge haben. Zudem kann eine Glomerulonephritis auch durch bestimmte Medikamente verursacht werden.

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