Schliessen


medführer Startseite » Tiermedizin » Pferdekrankheiten » Fesselringbandsyndrom beim Pferd

Fesselringbandsyndrom beim Pferd

Fesselringbandsyndrom beim Pferd

Beim Fesselringband handelt es sich um eine sehnige Platte auf der Rückseite des Fesselkopfs. Es zieht wie eine Brücke über die oberflächliche und die tiefe Beugesehne und ihre Sehnenscheide (Fesselbeugesehnenscheide) hinweg. Die Hauptaufgabe des Fesselringbandes ist es, die Beugesehnen in ihrer Lage zu halten.

Beim Fesselringbandsyndrom unterscheidet man eine primäre und eine sekundäre Form:

  • Primäres Ringbandsyndrom: Das primäre Ringbandsyndrom ist zunächst eine Erkrankung des Fesselringbandes. Wenn das Ringband verkürzt oder verdickt ist, übt es Druck auf die oberflächliche Beugesehne und ihre Sehnenscheide aus. Die oberflächliche Beugesehne kann durch den Druck nekrotisch werden, d.h. oberflächliche Anteile der Sehne sterben ab und die Sehne fasert auf. Die Sehnenscheide kann ebenfalls gereizt werden und es entwickelt sich eine Sehnenscheidenentzündung. Sie ist dann vermehrt gefüllt, kann sich aber nur oberhalb und unterhalb des Ringbandes vorwölben, so dass eine "sanduhrförmige" Einschnürung der Sehnenscheide durch das Ringband sichtbar wird.
  • Sekundäres Ringbandsyndrom: Beim sekundären Ringbandsyndrom sind zunächst die Beugesehnen entzündet und aufgrund der Entzündung auch verdickt. Das Ringband ist aber nicht elastisch und kann dem verdickten Sehnenbereich nicht nachgeben. Daher werden die verdickten Sehnen im Bereich des Ringbandes eingeschnürt und können so zusätzlich geschädigt werden. Die Sehnenscheiden werden immer gleichzeitig in Mitleidenschaft gezogen, da sie ebenfalls durch die Enge im Ringbandbereich gequetscht werden.

Fesselringbandsyndrom

Pferde mit einem Fesselringbandsyndrom entlasten häufig das erkrankte Bein, indem sie das Fesselgelenk auch in Ruhe nicht vollständig durchdrücken. In der Bewegung und bei der Berührung zeigen sie deutliche Schmerzen. Auch nach längerer Ruhephase und der Gabe von entzündungshemmenden Medikamenten treten die Symptome häufig wieder auf. weiterlesen

letzte Aktualisierung: 07.05.2013

Autor
Autor

enpevet.de

Zur Webseite
Als Autor anmelden

Spezialisten finden

Hier finden Sie Ihren Tierarzt

Kooperationspartner enpevet