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Erektionsstörungen - Hintergrund / Einleitung

Die Erektionsstörungen


Der Begriff „Sexuelle Funktionsstörungen“ fasst eine ganze Reihe von unterschiedlichsten sexuellen Problemen zusammen – zum Beispiel ein gestörtes Lustempfinden (Libidostörung oder Libidoprobleme), Probleme mit der körperlichen Erregbarkeit oder mit dem Orgasmus. Die am häufigsten auftretend sexuelle Funktionsstörung beim Mann ist die Erektionsstörung (Potenzstörung, Potenzproblem), die Mediziner auch als „erektile Dysfunktion“ oder „ED“ bezeichnen. Männer mit einer Erektionsstörung haben Schwierigkeiten, eine Erektion zu erreichen oder diese aufrechtzuerhalten was meist nicht nur das Sexualleben des betroffenen Mannes beeinträchtigt, sondern auch sein Selbstwertgefühl. Impotent zu sein, ist der Alptraum jedes Mannes, lässt sich das doch gar nicht mit dem Selbstbild und der klassischen Rolle des allzeit bereiten und leistungsfähigen Mannes vereinbaren.

Ursachen von Erektionsstörungen


Erektionsstörungen können viele Ursachen haben: Neben Stress im Beruf oder Problemen in der Partnerschaft können auch zu viel Alkohol oder starkes Rauchen dafür sorgen, dass eine Erektion ausbleibt oder nicht aufrechterhalten werden kann. Bei sieben von zehn betroffenen Männern haben Erektionsstörungen jedoch eine körperliche Ursache, zum Beispiel Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Diese wiederum gehen oft auf andere Vorerkrankungen wie Diabetes oder Störungen im Fettstoffwechsel zurück. Erektionsstörungen und mangelnder Lust (Libidostörung oder Libidoprobleme) können auch Hormonstörungen zugrunde liegen (Testosteronmangel), da das Testosteron (Sexualhormon des Mannes) mit steigendem Alter abnimmt. Doch auch der vorzeitige Samenerguss (Ejaculatio Praecox) wird von vielen Männern wie auch deren Partnerinnen als belastend empfunden, ähnlich wie die Penisverkrümmung (Induratio Penis Plastica, oder kurz IPP).

Jeder Zehnte ist betroffen


Aus neueren Untersuchungen geht hervor, dass mindestens einer von zehn Männern unter einer Erektionsstörung leidet. Dabei nimmt die Häufigkeit mit dem Alter zu. Aber nur wenige Männer sprechen über ihr Problem: Viele Betroffenen schämen sich oder wissen nicht, an wen sie sich wenden können. Andere wiederum können sich nicht vorstellen, dass sich ihre Erektionsstörung wirkungsvoll behandeln lässt.

Der Facharzt als Ansprechpartner


Betroffene Männer sollten nicht zögern, sich ärztliche Hilfe zu suchen. Der erste Ansprechpartner kann der Hausarzt sein. Wenn diesem eine spezielle Ausbildung fehlt, wird er seinem Patienten einen Facharzt empfehlen, zum Beispiel einen Urologen, und den Patienten dorthin überweisen. Der Diagnose des Arztes sollten u.a. folgende auf Kassenleistung abrechenbaren Untersuchungen voraus gehen:
  • Krankengeschichte / Anamnese (Krankheiten, Medikamente, Lebensstil, Rauch- und Trinkverhalten, Sexualleben, psychische Probleme)
  • Körperliche Untersuchung (Körper, Abtasten des Unterbauchs, der Genitalien und der Prostata, Blutdruckmessung)
  • Bestimmung der Blutwerte durch Labor (u.a. Blutfette, Cholesterin, Blutzucker, Leber- und Nierenwerte, Testosteron-Hormonstatus, Schilddrüsenhormon, evtl. PSA)
  • Schwellkörper-Injektionstest (SKIT) in Verbindung mit einer Ultraschalluntersuchung (Sonographie)

Behandlungsmöglichkeiten


Den meisten Männern mit Erektionsstörungen kann effektiv geholfen werden. Der behandelnde Arzt entscheidet dabei gemeinsam mit dem Betroffenen und dessen Partnerin oder Partner, welche Behandlung am sinnvollsten ist. Neben Tabletten gibt es auch andere Möglichkeiten, zum Beispiel Vakuumpumpen, Hormonbehandlungen, chirurgische Eingriffe oder eine Psychotherapie zur Stressbewältigung. Das Alter des Patienten spielt übrigens für die Therapie keine Rolle: Heute werden auch 90-Jährige mit den gleichen Methoden – und dem gleichen Erfolg – behandelt wie jüngere Patienten.

Informieren Sie sich hier über Ursachen und Behandlung von Erektionsstörungen, Libidostörungen, vorzeitigen Samenerguss und der Penisverkrümmung.
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