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Diabetische Nephropathie - Hintergrund / Einleitung

Die durch den Diabetes mellitus verursachte Erkrankung der kleinen Gefäße (Mikroangiopathie) betrifft häufig auch die Niere (diabetische Nephropathie, Nephro = Niere, pathie = Krankheit). Man hat herausgefunden, dass viele Jahre bevor schwerwiegende Störungen an den Nieren auftreten, bei gefährdeten Diabetikern bereits geringe Mengen von Eiweiß im Urin (eine sog. Mikroalbuminurie) auf das kommende Risiko hinweisen. Definiert ist die Mikroalbuminurie durch einen Eiweißgehalt von 20–200 mg Albumin pro Liter Urin. Allerdings erfordert der Nachweis spezielle Testmethoden, die normalen Teststreifen zum Nachweis von Eiweiß genügen nicht. Diabetiker sollten ihren Urin mindestens einmal im Jahr auf eine Mikroalbuminurie untersuchen lassen. Eine Mikroalbuminurie kann auch auf generelle Veränderungen an den großen Blutgefäßen hinweisen. Die Albuminausscheidung im Urin kann sich durch kurzfristige körperliche Einflüsse (z.B. Sport, schlechte Stoffwechseleinstellung, Harnwegsinfekte, fieberhafte Erkrankungen) erhöhen.

Bei einer Mikroalbuminurie müssen die Nieren besonders geschützt werden

Bei fortschreitender Nierenschädigung kann ein Nierenversagen eine Dialyse-Behandlung notwendig machen. Patienten mit Mikroalbuminurie müssen also besonders sorgfältig untersucht und andere Risikofaktoren, die ein Fortschreiten der Nierenerkrankung begünstigen, ausgeschaltet, also z. B. ein Bluthochdruck effektiv behandelt werden. Besonders günstig wirkt sich die Therapie mit ACE-Hemmern oder AT-II-Antagonisten aus, denen eine spezielle Schutzwirkung auf die Niere zugeschrieben wird. Außerdem sollten Diabetiker mit einer geschädigten Niere mit Rauchen aufhören und die Zufuhr von Eiweiß in Grenzen halten.


Verwendete Quellen:

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