Die Spätfolgen entscheiden über den Krankheitsverlauf bei Diabetes melitus
Die möglichen Spätfolgen eines Diabetes mellitus sind für Lebensqualität und Lebenserwartung eines Diabetikers entscheidend. Wie genau die chronischen Schäden entstehen, ist noch nicht endgültig geklärt. Fest steht jedoch, dass ihr Entstehen und Fortschreiten von der Dauer und dem Schweregrad der Zukkerkrankheit bestimmt werden. Dabei spielen auch andere
Risikofaktoren eine Rolle. Besondere Bedeutung kommt dabei den Gefäßerkrankungen zu. Sie bestimmen heute in weiten Teilen der Bevölkerung die Lebenserwartung, nicht nur beim Diabetiker. Dabei lassen sich zwei große Gruppen von Gefäßkrankheiten (Angiopathien) voneinander unterscheiden: die Makroangiopathie (von makros = groß), bei der die großen und mittleren Arterien betroffen sind und die Diabetiker wie Nichtdiabetiker befallen kann, und die Mikroangiopathie (von mikros = klein), die nur bei Diabetikern die kleinsten Blutgefäße (Kapillaren) befällt. Beim Diabetiker führt der erhöhte Blutzucker direkt zu einer Schädigung der Gefäßwände.
Spätfolgen, die sich daraus ergeben, umfassen:
- Augenschäden (Retinopathie)
- Nierenschäden (Nephropathie)
- Nervenschäden (Neuropathie)
- Durchblutungsstörungen (Risiko für diabetisches Fußsyndrom und Amputation)
Zudem besteht für Diabetiker ein erhöhtes Risiko, eine
Arteriosklerose, insbesondere eine koronare Herzkrankheit oder periphere arterielle Verschlusskrankheit, zu entwickeln und infolgedessen einen
Herzinfarkt oder
Schlaganfall zu erleiden. Durch eine rechtzeitige
Therapie des Diabetes und der Begleiterkrankungen können deren Spätfolgen aber weitgehend verhindert oder zumindest verzögert werden.
letzte Aktualisierung: 10.06.2010
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