
Insulin ist allgemein gut verträglich. Dennoch stellen manche Patienten nach einer raschen Besserung der Blutzuckerwerte mitunter Störungen des Sehvermögens fest. Die Betroffenen können die „Zeitung nicht mehr lesen“, sie sind weitsichtiger geworden. Diese Störungen hängen mit einem veränderten Quellungszustand der Augenlinse zusammen, der für die Besserung der Stoffwechselsituation typisch ist. Diese Nebenwirkung ist jedoch völlig harmlos und lediglich vorübergehend. Die einzige ernsthafte Gefährdung der Patienten durch die Insulinbehandlung ist die Unterzuckerung, die Hypoglykämie, die den Diabetiker in ein gefährliches Koma bringen kann.
Allergische Hautveränderungen am ganzen Körper oder an den Einspritzstellen sind ebenso wie eine antikörperbedingte Insulinresistenz sehr selten geworden. Die seit langem eingeführten hoch gereinigten Insuline hatten diesbezüglich bereits einen entscheidenden Fortschritt gebracht. Seit Jahren schon gibt es keine Patienten mehr mit einer schweren antikörperbedingten Insulinresistenz. Gegebenenfalls ist dann eine Umstellung auf Humaninsulin, unter Umständen auch auf Insulin Humalog, angezeigt. In seltenen Fällen muss der Patient stationär behandelt werden.
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