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Diabetes mellitus Typ 1 - Hintergrund / Einleitung

Diabetes Typ 1


Der Typ-1-Diabetes wurde früher auch jugendlicher oder juveniler Diabetes genannt, da die Neuerkrankungsrate für diesen Typ am höchsten bei Kindern zwischen 11 und 13 Jahren ist. Der Diabetes vom Typ 1 ist nicht heilbar. Bei der Einhaltung einiger Verhaltensweisen kann der Typ-1-Diabetiker aber ein weitgehend normales Leben führen. Eine gut eingestellte Insulintherapie kann das Auftreten von diabetischen Folgeerkrankungen aufschieben.

Der für den Diabetiker typische chronisch überhöhte Blutzucker (Hyperglykämie) entsteht beim Typ-1-Diabetes durch einen absoluten Insulinmangel. Bei einem Typ-1-Diabetiker sind mehr als 90 Prozent der Insulin produzierenden Zellen (Beta-Zellen) der Bauspeicheldrüse zerstört, so dass das Hormon Insulin nur noch wenig oder gar nicht mehr vom Körper hergestellt wird. Da durch den Insulinmangel kein Zucker mehr zur Energieversorgung in die Zellen gelangen kann, benutzt der Körper zur Energiegewinnung andere Körperreserven, v. a. die Fettdepots. Diese werden bis zur Stufe der Ketonkörper zerteilt. Eine Übermenge an Ketonen bedeutet eine gefährliche Übersäuerung des Organismus (diabetische Ketoazidose).



Worin liegen die Ursachen des Diabetes Typ 1?


Der Einfluss einer genetischen Veranlagung auf den Ausbruch der Erkrankung ist beim Typ-1-Diabetes nicht so hoch wie beim Diabetes vom Typ 2. Der Typ-1-Diabetes wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 3-5 % von einem Elternteil auf ein Kind vererbt. Wenn beide Elternteile an diesem Diabetes erkrankt sind, besteht für das Kind ein Risiko von 10-25 %.

Es wird davon ausgegangen, dass auf der Grundlage dieser erblichen Veranlagung verschiedene Umweltfaktoren den Ausbruch von Typ-1-Diabetes fördern. Diese äußeren Einflussfaktoren sind noch relativ unklar, es werden aber vor allem Virusinfektionen, möglicherweise auch Ernährungsfaktoren für Typ-1-Diabetes verantwortlich gemacht. Vermutlich führte eine Virusinfektion oder ein Nahrungsbestandteil in der Kindheit oder dem frühen Erwachsenenalter zu einer fehlgeleiteten Immunreaktion und damit zur Zerstörung der Insulin produzierenden Zellen (Autoimmunerkrankung).


Allgemeine Informationen zum Diabetes mellitus und eine detaillierte Darstellung der gestörten Blutzuckerregulation bei Diabetikern erhalten Sie hier.

Verwendete Quellen:
  • Evidenzbasierte Leitlinie DDG „Definition, Klassifikation und Diagnostik des Diabetes mellitus“ auf der Website der Deutschen Diabetes-Gesellschaft. URL: http://www.deutsche-diabetes-gesellschaft.de/redaktion/mitteilungen/leitlinien/EBL_Klassifikation_Update_2004.pdf. [Zugriff: 19.03.2010]
  • Deutsche Diabetes-Union (DDU) (Hrsg.): Deutscher Gesundheitsbericht Diabetes 2008. URL: http://www.diabetesstiftung.de/fileadmin/dds_user/dokumente/DDU_Gesundheitsbericht_2008.pdf. [Zugriff: 19.03.2010]
  • Diabetes-Seiten des Deutschen Ernährungsberatungs- und Informationsnetzes DEBInet. URL: http://www.ernaehrung.de/tipps/diabetes/. [Zugriff: 19.03.2010]
  • Schmidt, R.F. / Lang, F. / Heckmann, M. (Hrsg.): Physiologie des Menschen mit Pathophysiologie. 30. neu bearb. und aktualisierte Auflage. Berlin: Springer, 2007.
  • Webseiten von Diabetes-Deutschland.de. URL: http://www.diabetes-deutschland.de. [Zugriff: 19.03.2010]
  • Webseiten der Deutschen Diabetes-Stiftung. URL: http://www.diabetes-risiko.de/. [Zugriff: 19.03.2010]
  • Webseiten von Diabetes heute, einem Service des Deutschen Diabetes-Zentrums DDZ Düsseldorf, gefördert durch das Bundesministerium für Gesundheit. URL: http://www.diabetes-heute.uni-duesseldorf.de/. [Zugriff:19.03.2010]

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