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DaVinci-Operation - Hintergrund

Minimal-invasive DaVinci-Operation


Eine DaVinci-Operation ist eine Operation mit einem hochmodernen High-Tech-Operationssystem, bei welcher der Operateur von einer Konsole aus millimetergenau agierende Roboterarme mit OP-Instrumenten steuert – eine neue Dimension minimal-invasiver Eingriffe. Bei der DaVinci-Operation wird eine computerunterstützte Technik benutzt, die es erlaubt, wenig belastende Bauchspiegelungsoperationen (Laparoskopie) mit maximaler Präzision vorzunehmen.

Wie läuft eine DaVinci-Operation ab?


Wie bei konventionellen Bauchspiegelungseingriffen (Laparoskopie) werden auch bei der DaVinci-Technik die Instrumente über kleine Hülsen, die etwa den Durchmesser eines Füllfederhalters haben, in den Bauchraum eingebracht. Der sogenannte große Bauchschnitt ist damit nicht mehr notwendig. Darüber hinaus bietet die DaVinci-Operation mehrere Vorteile gegenüber der konventionellen Laparaskopie: Die Da-Vinci-Instrumente verfügen über eine enorme Feinheit und Beweglichkeit ("besser als ein Handgelenk") und übernehmen exakt die Bewegungen der Finger und Hände des Operateurs – und ohne jegliches Zittern, was bei einer menschlichen Hand nicht auszuschalten ist. Der Arzt hat das Operationsfeld dreidimensional mit bis zu zehnfacher Vergrößerung (stufenlose Einstellung) vor Augen. Er sieht feinste Strukturen und kann so besonders gewebeschonend und mit sehr geringem Blutverlust arbeiten. Im Gegensatz zur laparoskopischen Operation befindet sich bei der DaVinci-Operation das Operationsgebiet in Blickrichtung des Operateurs, was die räumliche Orientierung deutlich erleichtert.

DaVinci-Operationen werden immer öfter durchgeführt


Ursprünglich für die Herzchirurgie entwickelt, hat sich das System durch den Einsatz in der Urologie etabliert und ausgebreitet, das System wird jedoch auch bei gynäkologischen Eingriffen, in der Allgemein- und Herzchirurgie eingesetzt. Die erste Operation bei Prostatakrebs wurde 2000 in Deutschland durchgeführt, seitdem steigen die Eingriffszahlen kontinuierlich.

In den USA gehört die DaVinci-Technik schon zum OP-Alltag vieler Krankenhäuser. So werden dort mehr als die Hälfte der Prostatakrebs-Operationen mit diesem System ausgeführt. In Europa und Deutschland gibt es auf Grund der hohen Anschaffungs- und Betriebskosten weniger urologisch genutzte Systeme.

Welche urologischen Erkrankungen können mittels einer DaVinci-Operation behandelt werden?


Neben der routinemäßig durchgeführten Entfernung des Prostatakrebses werden am Klinikum in Straubing auch Blasen- und Nierenkrebs-Operationen mit dem DaVinci-System durchgeführt. Auch komplexe Operationen zur Behandlung der Inkontinenz der Frau und angeborene Nierenfehlbildungen werden erfolgreich damit durchgeführt. Die Vorteile des DaVinci-Systems liegen aus oben genannten Gründen vor allem bei komplexen, rekonstruktiven Operationen in engen Räumen. Die Weiterentwicklung des Systems ist bei der Operation über einen Zugangsweg (single port surgery), bei navigierten Operationen (in Kopplung mit radiologischer Bildgebung wie MRT, CT und Ultraschall) und in der simulierten Operation zur Ausbildung und Verkürzung der Lernkurve.
DaVinci-Operation


Autor

Dr. med. Christian Gilfrich

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