Diagnostik bei Husten
In Anbetracht der Vielzahl der Möglichkeiten muss initial eine genaue Anamnese und klinische Untersuchung durchgeführt werden. Ein Großteil der Husten-Ursachen lässt sich damit schon eruieren. Der nächste Schritt ist eine Lungenfunktion, im Zweifelsfalle mit entsprechenden Provokationssubstanzen, um eine chronisch-obstruktive Atemwegserkrankung als Ursache auszuschließen. Die dann angeschlossene Labordiagnostik kann z. B. Hinweise geben für eine akute Infektion, wie z. B. eine Pneumonie oder eine Pertussisinfektion oder serologisch den Hinweis auf bestimmte Erreger, die in Frage kommen.
Wenn mit diesen Methoden die Diagnose noch nicht eindeutig geklärt ist, muss eine bildgebende Diagnostik mit Röntgenthorax und unter Umständen
CT eingeleitet werden. Wenn in dieser Untersuchungsmethode ein Befund festgestellt wird, muss dieser eindeutig identifiziert werden, mit den entsprechenden Gewebeentnahmen oder der entsprechenden Erregerdiagnostik. Wenn auch mit diesen Methoden noch keine genaue Klärung gefunden worden ist, muss eine
Bronchoskopie mit einer Spülung des rechten Mittellappens durchgeführt werden. Mit dieser Methode lassen sich Fremdkörper, endobronchiale Veränderungen, wie auch frühe Tumormanifestationen feststellen. Ebenso lässt sich sehr gut Material für eine Erregerdiagnostik bei z. B. eitrigem
Sekret entnehmen.
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Die sogenannte bronchoalveoläre Lavage spült entsprechende Zellen heraus. Aufgrund des Zellprofiles, das bei dieser Methode gefunden wird, lassen sich Rückschlüsse auf mögliche Erkrankungen, wie z. B.
Sarkoidose, Churg-Strauss-Syndrom oder
exogen allergische Alveolitis finden. Parallel zu diesen Untersuchungen ist immer an eine
Lungenembolie als Ursache eines chronischen Hustens zu denken. Hier sind wegweisend eine
Laboruntersuchung der D-Dimere, das
EKG, die
Echokardiographie, die Pulmonalisangiographie und die Ventilationsperfusionsszintigraphie.
Nach entsprechender Einleitung dieser gesamten diagnostischen Methoden dürften etwa 80 bis 90 Prozent aller Husten-Erkrankungen geklärt sein. Für den Patienten beruhigend dürfte bei Nichtklärung sein, dass man schwerwiegende progrediente Erkrankungen, wie Tumorleiden oder Systemkrankheiten praktisch ausschließen kann. Inwieweit dann psychogene Ursachen für den Husten, der nicht klärbar ist, eine Rolle spielen, muss angenommen werden, kann aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht eindeutig belegt werden.
letzte Aktualisierung: 07.05.2013
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