Symptome und Diagnose der chronischen Polyarthritis
Bei der rheumatoiden Arthritis sind anfangs meist die kleinen Finger- und Zehengelenke betroffen. Mit häufig plötzlichem Beginn schmerzen die Gelenke, schwellen an.
Die richtige Diagnose zu einem frühen Zeitpunkt ist bei allen rheumatischen Erkrankungen wichtig, um eine effektive Therapie zur Vermeidung von Folgeschäden einzuleiten. Die Diagnose der rheumatoiden Arthritis wird anhand der Krankheitssymptome sowie durch die rheumatologische Untersuchung gestellt. Der Arzt orientiert sich dabei auch an anerkannten Kriterien (z.B. der amerikanischen Rheumatologie-Gesellschaft).
Laboruntersuchungen werden durchgeführt zum Nachweis von Rheumafaktoren und Entzündungsmarkern im Blut. Rheumafaktoren sind allerdings nicht beweisend, sondern nur hinweisend auf die rheumatoide Arthritis (Rheumafaktoren werden auch bei anderen Erkrankungen gefunden, wobei sie keine diagnostische Bedeutung haben). Röntgenuntersuchungen sind zu Krankheitsbeginn und im Verlauf erforderlich, um das Ausmaß von Knochenschädigungen abschätzen zu können. Zusätzliche Informationen über Gelenkweichteile werden mit dem Ultraschall gewonnen, z.B. zum Gelenkerguss, zur entzündlich verdickten Gelenkinnenhaut (Synovialmembran). Aufwändigere bildgebende Diagnostikverfahren kommen bei gezielten Fragestellungen zum Einsatz, z.B. die Magnetresonanztomografie bei entzündlicher Beteiligung der Halswirbelsäule.
Prof. Dr. M. Hammer
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