Symptome des Cholesteatoms
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| Abb. 3: Cholesteatomentstehung: Die häufigste Ursache für die Entstehung eines Cholesteatoms ist die Einsenkung eines geschwächten Bezirkes des Trommelfells am Rand. Die normale Wanderung der Hornschuppen kommt an den Kanten und in der Tiefe zum Stocken. Das sich ansammelnde Material, durchsetzt mit Sekret und Bakterien besiedelt, kann sich entzünden. In der Tiefe entwickelt sich dann die gefährliche Knochenzerstörung. |
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Alles Gewebe in der Umgebung, auch der Knochen, wird angegriffen und zerstört (s. Abb. 3,4 und 5). Dies erklärt die Gefährlichkeit des Cholesteatoms. Denn die Zerstörung betrifft nicht nur die Gehörknöchelchen (mit der Folge einer Schallleitungs- oder Mittelohrschwerhörigkeit), sondern auch das Innenohr (bis zum Innenohrausfall mit Ertaubung und erheblichen
Schwindel) oder den Gesichtsnerven (Gesichtsnervenlähmung mit ungünstiger
Prognose). Bei einem Durchbruch der Entzündung in die Schädelgrube drohen eine Gehirnhautentzündung und/oder Gehirnabszesse oder eine Beteiligung des großen venösen Blutleiters (Sinus sigmoideus) mit einer sogenannten Sinusthrombose. Die Komplikationen können auch heute noch aufgrund der sehr aggressiven Bakterienbesiedlung tödlich verlaufen.
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| Abb. 4: Vorstufe eines Cholesteatoms: Einziehung eines ausgedünnten Trommelfellbezirkes mit beginnender Zerstörung der darunterliegenden Anteile der Gehörknöchelchenkette. Noch funktioniert der Abtransport der Hornlamellen, so dass die Einsenkung trocken und sauber ist. |
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| Abb. 5: Beginn des Cholesteatoms mit Einziehung des Trommelfells in die Paukenhöhle mit Ansammlung von nicht abtransportierten Hornschuppen, die sich zu Krusten verdicken und in der Tiefe Entzündungsprozesse auslösen können. |
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Diagnose des Cholesteatoms
Das klinische Bild des Cholesteatoms kann auf Grund der manchmal im Verborgenen schwelenden Entzündung anfangs recht harmlos erscheinen: Eine kleine, aber unüberschaubare, tiefe Hauteinziehung des Trommelfells erscheint relativ reizlos und wird nur zufällig festgestellt. Daher untersucht der gewissenhafte Ohrenarzt die Trommelfelle stets mit dem Binokularen Untersuchungsmikroskop, um auch kleinste Einziehungen rechtzeitig erkennen zu können. Es kann sich nämlich unter einer kleinen Einziehung bereits eine sehr große Knochenzerstörung in der Tiefe verbergen, die erst im Röntgenbild bei der Operation oder durch die unerwarteten Komplikationen entdeckt wird. Typisch für das Cholesteatom ist eine Ohrsekretion, die unangenehm riecht (stinkend, fötide) und die somit als Warnzeichen angesehen wird.
letzte Aktualisierung: 18.05.2013
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