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Östrogene

Östrogen: Hormon mit zwei Gesichtern

Die Zellen in der Brust haben so genannte Rezeptoren, die Hormone (z. B. Östrogene) an sich binden können. So gelangen „Botschaften“, durch Hormone vermittelt, in die Zelle. Unter anderem wird so das Wachstum der Drüsenzellen in der Brust während der Pubertät oder der Schwangerschaft angeregt. Leider können Östrogene über diese Rezeptoren auch die Entstehung und Vermehrung von Krebszellen fördern. Das gilt auch für synthetische Hormone in der Antibabypille oder in Präparaten zur Hormontherapie in den Wechseljahren.



Wissenschaftliche Studien haben allerdings gezeigt, dass das Risiko nur leicht steigt, wenn man mit der Pille verhütet. Auf der anderen Seite reduziert die Antibabypille die Wahrscheinlichkeit Eierstockkrebs oder Gebärmutterschleimkrebs zu bekommen.

Eine Hormonersatztherapie in den Wechseljahren lässt das Brustkrebsrisiko deutlich ansteigen, wenn sie länger als fünf Jahre durchgeführt wird. Wenn die Hormone abgesetzt werden, sinkt das Risiko aber innerhalb weniger Jahre wieder auf das durchschnittliche Niveau.
letzte Aktualisierung: 15.05.2012

Verwendete Quellen:

Prof. Dr. med. Prof. h.c. Christof Sohn
Dr. med.
Florian Schütz


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