Östrogen: Hormon mit zwei GesichternDie Zellen in der Brust haben so genannte Rezeptoren, die
Hormone (z. B. Östrogene) an sich binden können. So gelangen „Botschaften“, durch
Hormone vermittelt, in die Zelle. Unter anderem wird so das Wachstum der Drüsenzellen in der Brust während der Pubertät oder der
Schwangerschaft angeregt. Leider können Östrogene über diese Rezeptoren auch die Entstehung und Vermehrung von Krebszellen fördern. Das gilt auch für synthetische
Hormone in der Antibabypille oder in Präparaten zur
Hormontherapie in den Wechseljahren.
Wissenschaftliche
Studien haben allerdings gezeigt, dass das Risiko nur leicht steigt, wenn man mit der Pille verhütet. Auf der anderen Seite reduziert die Antibabypille die Wahrscheinlichkeit
Eierstockkrebs oder Gebärmutterschleimkrebs zu bekommen.
Eine Hormonersatztherapie in den Wechseljahren lässt das Brustkrebsrisiko deutlich ansteigen, wenn sie länger als fünf Jahre durchgeführt wird. Wenn die
Hormone abgesetzt werden, sinkt das Risiko aber innerhalb weniger Jahre wieder auf das durchschnittliche Niveau.
letzte Aktualisierung: 25.01.2010