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Nach einer Brustkrebsoperation - Nach der Operation

Das weitere Verhalten nach einer Brustoperation

Sie sollten für die nächsten 2 – 4 Wochen Ihren Körper etwas schonen. Dies geht zum einen von der Vollnarkose aus, die Sie erhalten haben. Zum anderen braucht der Körper die Kraft für die Wundheilung. Nach diesem Zeitraum sollte Ihr Körper aber wieder voll belastbar sein, wobei zumeist zu diesem Zeitpunkt entweder die Bestrahlungstherapie oder weiterführende medikamentöse Therapien beginnen, so dass Ihr Körper sich dann wieder auf eine neue Situation einstellen muß. Auf jeden Fall sollten Sie folgende Tätigkeiten für die ersten zwei bis vier Wochen nach einer Brustoperation unterlassen: Besuch eines Schwimmbades oder einer Sauna, aktive sportliche Tätigkeiten wie Handball, Tennis oder Golf, schweres Heben auf beiden Seiten, ruckartige Bewegungen, Reisen in exotische Länder mit einem erhöhten Infektionsrisiko. Durchaus erlaubt und anzuraten sind Spaziergänge, Fahrradfahren (nicht sportlich), Geschlechtsverkehr, Reisen innerhalb Europas, wo die medizinische Versorgung gegeben ist.  
 
"Nachsorgefahrplan"
 
Nach Abschluss der Behandlung, im Fall einer adjuvanten Chemotherapie spätestens sechs Monate nach der Operation, wird zu regelmäßigen Kontrolluntersuchungen geraten. Diese Untersuchungen zielen vor allem darauf, einen örtlich begrenzten Rückfall frühzeitig zu erkennen, ein so genanntes Lokalrezidiv, oder ein neues Karzinom in der anderen Brust. Die Nachsorgetermine dienen auch der Überwachung bezüglich möglicher Folgen und Nebenwirkungen der vorausgegangenen Tumorbehandlung. Schließlich ist es auch Aufgabe der Nachsorge, der krebskranken Patientin bei der Lösung und Verarbeitung von körperlichen, psychischen und sozialen Problemen zu helfen.
 
Eine intensive Suche nach Fernmetastasen bei beschwerde- und symptomfreien Patientinnen bringt dagegen nach dem gegenwärtigen Stand der Erkenntnisse für die Behandlungsmöglichkeiten in der Regel keinen Vorteil. Deshalb gilt weiterhin Zurückhaltung bei aufwändigen Untersuchungen oder Tumormarkerbestimmung ohne konkreten Anlass. Nur bei konkretem Verdacht auf eine Metastasierung werden weitergehende apparative und labormedizinische Untersuchungen durchgeführt.
 
Klinische Untersuchung

Zu Art und zeitlichen Abständen der empfohlenen Nachsorgeuntersuchungen geben die Leitlinien der Deutschen Krebsgesellschaft einen Rahmen vor:  
•    In den ersten drei Jahren erfolgen die Untersuchungen alle drei Monate, im vierten und fünften Jahr alle sechs Monate.
•    Nach fünf Jahren ohne Rückfall sind Kontrollen in jährlichen Abständen ausreichend.
 
Bei jedem Termin erkundigt sich der Arzt genau nach dem Befinden und führt eine körperliche Untersuchung durch. Dabei werden der Brustbereich, die Brustwand und die Lymphabflusswege der Brust abgetastet. Es wird überprüft, ob der Arm der operierten Seite möglicherweise durch eine Lymphstauung geschwollen, ob die Leber vergrößert ist und in welchem Zustand das Skelett ist.
 
Mammographien
Nach brusterhaltender Operation wird die betroffene Brust in den ersten drei Jahren alle sechs Monate mammographiert, danach jährlich. Bei der nicht betroffenen Brust genügen von Anfang an jährliche Mammographien.
 
Was tun bei plötzlichen Beschwerden?
Selbstverständlich muss eine Patientin nicht bis zum nächsten festen Arzttermin warten, falls sie Veränderungen bemerkt oder unklare Beschwerden hat. Um ein gutes Gefühl für den eigenen Körper zu entwickeln, empfehlen Frauenärzte die Selbstuntersuchung der Restbrust bzw. der zweiten Brust.

letzte Aktualisierung: 25.01.2010
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Verwendete Quellen:

Prof. Dr.med. Prof. h.c. Christof Sohn
Dr.
med.
Florian Schütz


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