Wie sicher ist nun die Diagnose?
Um die Diagnose abzusichern wird durch den Diagnostiker und den Pathologen immer ein Abgleich zwischen den bildgebenden Verfahren und dem feingeweblichen Untersuchungsergebnis herbeigeführt. Dies bedeutet Folgendes im Praktischen: Wenn beispielsweise in der
Mammographie mit hoher Wahrscheinlichkeit ein bösartiger Befund vermutet wird und die
Stanzbiopsie lediglich unauffälliges Brustdrüsengewebe ergibt, so muss ausgeschlossen werden, dass die
Stanzbiopsie den Befund nicht getroffen hat. Oder wenn beispielsweise die
Mammographie oder der
Ultraschall einen gutartigen Befund, z.B. ein Fibroadenom, vermuten lässt und die
Stanzbiopsie lediglich unauffälliges Brustdrüsengewebe ergibt, so muss auch in diesem Fall vermutet werden, dass die
Stanzbiopsie den Befund nicht getroffen hat. Aus diesem Grunde ist es sehr wichtig, dass eine entsprechende Qualitätskontrolle nach jeder
Stanzbiopsie durchgeführt wird. D.h. der Pathologe und der Arzt, der die
Stanzbiopsie durchgeführt hat, schließen sich kurz und besprechen die Plausibilität ihrer Untersuchungsergebnisse. Erst wenn diese deckungsgleich sind, darf von einer sicheren Diagnose ausgegangen werden.
Dies ist ein enormer organisatorischer und logistischer Aufwand, der in aller Regel lediglich an zertifizierten
Brustzentren gewährleistet werden kann. Diese Beispiele zeigen wie bedeutungsvoll es ist, an entsprechend qualifizierten Zentren untersucht und behandelt zu werden.
letzte Aktualisierung: 04.02.2012