Wie lange habe ich diesen Krebs schon in mir?
Alle uns bekannten Untersuchungen gehen bei
Brustkrebs von einer Entstehungszeit von 5-10 Jahren aus. Das heißt, dass eine lange Zeit von der ersten Krebszelle bis zum tastbaren Knoten vergeht. Viele Menschen erschrecken, wenn sie erfahren, dass ihr kleiner Tumor, der die Größe der Nachweisgrenze von 5-10 mm erreicht hat, schon mehrere Jahre in ihnen gewachsen sein muss. Selbstverständlich gibt es unterschiedlich schnell wachsende Brustkrebsarten. Die sehr gut differenzierten Krebsarten (= hohe Ähnlichkeit der Krebszelle mit der Brustzelle aus der sie entstanden ist) wachsen langsamer, die sogenannten schlecht differenzierten Krebsarten (= geringe Ähnlichkeit der Krebszelle mit der Brustzelle aus der sie entstanden ist) wachsen hingegen deutlich schneller. Trotzdem gilt, dass auch die sehr schnell wachsenden Krebsarten mehrere Jahre benötigen, um die kritische Grenze des Nachweises zu erreichen.
Viele Frauen berichten ihren Ärztinnen bzw. Ärzten, dass sie einen Tumor in ihrer Brust ertastet haben. Häufig versuchen diese Frauen einen Zusammenhang mit einem Ereignis herzuleiten, das bereits mehrere Monate zurückliegt. Sie erzählen z.B. dass ein Schlag auf die Brust genau auf diese Stelle erfolgte. Auch wird häufig die Frage gestellt, ob denn ein seelisches
Trauma, eine seelische Verletzung vor einigen Monaten oder einem Jahr diesen
Brustkrebs hätte auslösen können. Aufgrund der oben erwähnten langen Wachstumsphase des Tumors ist jeder einzelne dieser aufgeführten Zusammenhänge als sehr unwahrscheinlich einzustufen.
letzte Aktualisierung: 04.02.2012