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Komplikationen bei der Brustkrebsbehandlung

Komplikationen bei der Brustkrebsbehandlung bzw. allgemeine Risiken einer Operation


Wie bei jeder Operation am menschlichen Körper können bestimmte Komplikationen auch bei der operativen Brustkrebsbehandlung vorkommen. Hierzu zählen:

  • Infektionen der Wundhöhle und der Narbe, die vor allen Dingen bei Diabetikern und Rauchern vermehrt vorkommen
  • Narbenbildung, die ebenfalls vor allem bei Rauchern und Diabetikern häufiger vorhanden sind. Wenn Sie bereits wissen, dass Sie eine schlechte Narbenbildung haben oder zu einer Risikogruppe zählen, sollten Sie sich narbenhemmende Pflaster in der Apotheke besorgen.
  • Thrombose- und Emboliegefahr, da Sie während der Operation still liegen und sich im Anschluß nicht viel bewegen können. Aus diesem Grund werden Ihnen Antithrombosestrümpfe ausgehändigt, die Sie bitte während des gesamten Aufenthalts tragen sollten, und es werden Ihnen Antithrombosespritzen (Heparin) in die Bauchdecke gespritzt.
  • Nachblutungen im Anschluss an die Operation. Obwohl das Operationsgebiet immer nur dann verlassen wird, wenn keine Blutung mehr besteht, so können sich doch im Laufe der Zeit Blutgefäße wieder eröffnen, die zu einer Nachblutung führen. In der Regel können diese Blutgefäße durch einen Druckverband wieder verschlossen werden. In einem kleine Prozentsatz der Patientinnen muss jedoch sofort eine zweite Operation durchgeführt werden, bei der das blutende Blutgefäß aufgefunden und zum Stillstand gebracht wird. Diese zweite Operation nennt man Revisionsoperation. Bei allen Operationen wird zum Schutz vor Nachblutungen und zur Vermeidung von Flüssigkeitsansammlungen im OP-Gebiet Drainagen eingelegt. Dies sind Plastikschläuche, die im Inneren des Körpers mit Löchern versehen sind und Blut und Wundflüssigkeit nach außen in einen Beutel oder in eine Vakuumflasche befördern. Die Drainagen werden in der Regel nach 2 – 5 Tagen entfernt, was von der individuellen Heilung der Wunden abhängt. Das Ziehen der Drainagen ist in der Regel schmerzlos und geschieht innerhalb von Sekunden. Kommt es nach dem Ziehen der Drainagen zu einer Flüssigkeitsansammlung in der Brust, kann diese mit Hilfe einer Spritze abpunktiert werden. Dies ist in der Regel schmerzlos, da man hierbei die bereits bestehende Schnittführung verwendet, bei der ja die Nerven bereits in der Vollnarkose durchtrennt worden sind. Trotz der Einfachheit dieser Maßnahme, sollte sie nur bei wirklicher Notwendigkeit durchgeführt werden, da immer eine Infektionsgefahr von jeder Punktion ausgeht.
letzte Aktualisierung: 14.05.2012

Verwendete Quellen:

Prof. Dr. med. Prof. h.c. Christof Sohn
Dr. med.
Florian Schütz


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