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Netzhautablösung - Hintergrund / Einleitung

Bei der Netzhautablösung löst sich die Netzhaut, die die Lichtrezeptoren und Nervenzellen enthält, von der darunter liegenden Pigmentschicht. Die untere Schicht enthält die Gefäße, die für die Ernährung der Netzhaut verantwortlich sind. Durch die Ablösung ist keine Versorgung der Nervenzellen mehr gewährleistet. Eine Ablösung wird meistens durch Zug des Glaskörpers an der Netzhaut und dadurch bedingter Netzhautlöcher hervorgerufen.

Netzhautablösung

Schnitt durch den Augapfel mit Ablösung der Netzhaut von der darunterliegenden Gefäßschicht

 

Netzhautablösung

Blick auf die Netzhaut bei der Augenspiegelung. Die obere Hälfte hat sich gelöst und hängt über die Papille nach unten.

In Deutschland sind pro Jahr etwa 8.000 Menschen betroffen. Erhöhtes Risiko besitzen Patienten mit starker Kurzsichtigkeit, Netzhautdegenerationen und mit bereits an Netzhautablösung erkrankten Familienangehörigen. Dabei kann es notwendig werden, den Glaskörper aus dem Augeninneren zu entfernen und durch eine Tamponade des Netzhautdefektes entweder von außen oder durch eine Plombe von innen nach Herausschneiden des Glaskörpers die Netzhaut wieder anzulegen. Netzhautlöcher ohne Ablösung können prophylaktisch mit Laserstrahlen behandelt werden, um die Entstehung einer Ablösung zu verhindern.

letzte Aktualisierung: 15.05.2012

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Prof. Dr. med. Gerd U. Auffarth

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