Bei einem kurzsichtigen Auge sind die einzelnen Teile des Auges nicht exakt aufeinander abgestimmt. Meistens ist der Augapfel zu lang (Achsenmyopie). Sehr viel seltener ist die Brechkraft der Hornhaut zu hoch (Brechungsmyopie).
Die Lichtstrahlen eines entfernten Gegenstands werden dadurch bereits vor der Netzhaut gebündelt. Auf der Netzhaut entsteht in Folge ein unscharfes, verwaschenes Bild. Dies ist in der Abbildung 1 dargestellt.
In geringer Entfernung kann der Kurzsichtige jedoch scharf sehen, da die von nahen Objekten ausgehenden Lichtstrahlen genau auf der Netzhaut gebündelt werden.
In Abbildung 2 ist dargestellt, dass für den Kurzsichtigen im Nahbereich Kegel und Buch scharf abgebildet sind, hingegen Ball und Baum in der Ferne nur unscharf zu erkennen sind.
Die Kurzsichtigkeit kann durch eine Brille, durch Kontaktlinsen oder durch Verfahren der refraktiven Chirurgie korrigiert werden. Diese Korrekturmöglichkeiten verringern die zu hohe Brechkraft der Hornhaut. Daher spricht man bei Brillengläsern für Kurzsichtige auch von »Minusgläsern«. Die Brechkraft dieser Brillengläser wird im Brillenpass mit z.B. »-3,75 Dpt sph« angegeben.
Redaktion mit freundlicher Unterstützung von:
Dr. Gerd Auffarth, Universitätsklinikum Heidelberg
Als Autor anmelden
|
zum Anfrageformular