
Mit den heutigen Verfahren ist die Komplikationsrate der Staroperation sehr gering. Bei über 90% aller Patienten kann eine deutliche Verbesserung ihres Sehvermögens erreicht werden.
Es gibt zwei verschiedene Operationstechniken, um die getrübte Linse aus dem Auge zu entfernen:
1. Extrakapsuläre Kataraktextraktion durch Phakoemulsifikation
Bei der heute häufigsten Form der Staroperation, der Phakoemulsifikation, wird über einen sehr kleinen Schnitt die Linsenkapsel vorne scheibenförmig eröffnet. Dann wird der härtere Linsenkern mit Ultraschall verflüssigt. Anschließend wird er zusammen mit der weicheren Linsenrinde abgesaugt.
Der zunächst nur etwa 3 mm große Schnitt kann so angelegt werden, dass er nicht mit einer Naht verschlossen werden muss. Über diesen Schnitt wird in den nunmehr leeren Linsenkapselsack (Hülle der Linse) entweder eine gefaltete künstliche Linse aus weichem Material eingeschoben oder der Schnitt wird etwas vergrößert und dann eine Linse aus hartem Plexiglas in den Kapselsack eingesetzt und mit ihren Schlaufen verankert. Die eingesetzte Kunstlinse muss die Brechkraft der entfernten Linse ersetzen. Ihre Stärke ist in der Voruntersuchung berechnet worden. Bei einem geübten Operateur dauert die Operation häufig nicht länger als 15 bis 20 Minuten.Abbildung 2: Längsschnitt durch den vorderen Abschnitt des Auges: Oben wölbt sich die Hornhaut, darunter liegt die Iris, die den vorderen Abschnitt der Augenlinse bedeckt, und die Kapsel, die die natürliche Augenlinse umhüllt und schützt. In diesem Bild ist sie bereits durch eine künstliche Linse ersetzt - man erkennt dies an den feinen Halteschlaufen, mit denen sich die Linse im Kapselsack abstützt.
Redaktion mit freundlicher Unterstützung von:
Dr. Gerd Auffarth, Universitätsklinikum Heidelberg
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