Eine Entzündung entsteht durch die Einlagerung von weißen Blutkörperchen in Gewebe. Sie gelangen über die Blutwege dort hin. Die Aderhaut (Uvea) ist die blutreichste Schicht des Augapfels.
Es wundert daher nicht, dass gerade die Uvea bei Entzündungen im Augeninneren maßgeblich beteiligt ist. Die Endung „-itis“ bedeutet Entzündung. Bei einer „Uve-itis“ meint man also eine Entzündung der Uvea (Aderhaut). Heute fasst man den Begriff jedoch weiter und meint damit auch Entzündungen anderer Gewebe des Augeninneren (wie z.B. der Netzhaut). Der vordere Anteil der Aderhaut ist die Regenbogenhaut (Iris). Die Iritis ist die häufigste Form einer Uveitis.
Bei einer Uveitis handelt es sich um ein Sammelbecken von unterschiedlichsten Erkrankungen, die entweder nur das Auge betreffen oder im Rahmen von Systemerkrankungen auftreten können. Neben den großen Unterschieden der einzelnen Krankheitsbilder haben alle eines gemeinsam: das Vorhandensein von Entzündungszellen im Auge.
Im Interdisziplinären Uveitis Zentrum der Universität Heidelberg widmen sich Augenärzte und Rheumatologen gemeinsam der Betreuung von Patienten mit entzündlichen Augenerkrankungen. Dabei verfügen wir über umfangreiche diagnostische und therapeutische Möglichkeiten, mögliche Ursachen dieses breiten Erkrankungs- spektrums zu diagnostizieren und sachgerecht zu therapieren, um entzündungsbedingte Komplikationen im Auge, die letztlich zur Blindheit führen können, zu vermeiden.
Prof. Dr. med. Gerd U. Auffarth
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