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Refraktiver Linsenaustausch - Hintergrund

Refraktiver Linsenaustausch

Der Austausch der körpereigenen Linse gegen eine Kunstlinse findet bei extremen Fehlsichtigkeiten Einsatz.  Er wird auch als »Refraktiver Linsenaustausch« oder »clear lens exchange« bezeichnet.  Dieses Verfahren wird seit ca. 50 Jahren erfolgreich bei der Operation des »Grauen Stars« eingesetzt und wird seitdem ständig verbessert.  Es ist in der Regel sehr sicher.

Beim Refraktiven Linsenaustausch verliert Ihr Auge allerdings gänzlich seine natürliche Fähigkeit, sich auf unterschiedliche Entfernungen selbst scharf einzustellen (»Akkommodation«).  Daher wird das Verfahren nur dann eingesetzt, wenn Ihre Akkommodationsfähigkeit bereits reduziert ist, d.h. in der Regel erst ab dem 40. Lebensjahr.  Ein weiterer Grund, der den Einsatz des Verfahrens sinnvoll machen kann, ist z.B. eine beginnende Linsentrübung (Grauer Star).

Operationsablauf

Entfernung der körpereigenen Linse

LinsenaustauschAbbildung 1: Durch einen kleinen, nur ca. 3 mm großen peripheren Einschnitt in der Hornhaut hindurch wird die vordere Kapsel der menschlichen Linse kreisförmig geöffnet.  Die Kapsel umgibt die menschliche Linse normalerweise von allen Seiten.






LinsenaustauschAbbildung 2: Durch die kleine Öffnung hindurch wird der Linsenkern mittels Ultraschallzertrümmerung (Phakoemulsifikation) aus dem Kapselsack entfernt.  Übrige Linsenbestandteile werden abgesaugt.


 




Einsetzen einer Kunstlinse

LinsenaustauschAbbildung 3: Die entfernte Linse wird durch eine Kunstlinse ersetzt. Diese Kunstlinse wird durch die kleine periphere Öffnung mit einem speziellen Instrument in den vollständig geleerten Kapselsack eingesetzt (»injiziert«). Die Kunstlinse ersetzt nun die körpereigene Linse.





LinsenaustauschAbbildung 4: Die Stärke der neuen Linse wurde, basierend auf präzisen Ultraschallmessungen, vor der Operation genau berechnet. Sie erhalten eine genauestens für Sie angepasste Kunstlinse, die eine lebenslängliche Haltbarkeit hat.

 





Redaktion mit freundlicher Unterstützung von:
Dr. Gerd Auffarth, Universitätsklinikum Heidelberg

letzte Aktualisierung: 04.02.2010
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