LASer Epithelial Keratomileusis (LASEK)
Die LASEK (nicht zu verwechseln mit der LASIK) wird angewandt zur Korrektur der Kurzsichtigkeit bis maximal -6 Dpt, der Weitsichtigkeit bis +3 Dpt und der Stabsichtigkeit bis -3 Dpt. Ob Sie sich für eine LASEK Behandlung eignen, wird im Rahmen unserer ausführlichen Voruntersuchung abgeklärt.
Die LASEK Methode ist eine Weiterentwicklung der PRK. Bei beiden Methoden wird eine Hornhautschicht per Laser ohne das vorherige Schneiden eines Hornhautläppchens (»Flap«) abgetragen. Die Brechkraft wird somit an der Oberfläche der zentralen Hornhaut verändert und der Sehfehler korrigiert. Bei der LASEK wird im Gegensatz zur PRK die oberflächlichste Hornhautschicht (Epithel) erhalten.
Operationsablauf
Der Ablauf der LASEK-Behandlung gestaltet sich wie bei der LASIK mit Ausnahme des Flap-Schnitts. Bei der LASEK wird im Gegensatz zur LASIK kein Schnitt in die tieferen Schichten der Hornhaut durchgeführt, sondern nur die oberflächliche Schicht (das sog. Epithel) vorsichtig abpräpariert und zur Seite geklappt. Nach der Excimer-Laser Behandlung wird dieses Epitheldeckelchen wieder zurückgeklappt.
Damit verbindet die LASEK die Vorteile der PRK (Durchführung der Behandlung in den oberen Hornhautschichten) und der LASIK (geringerer Heilungsschmerz und weniger schwankende Sehschärfe nach der Operation als bei der herkömmlichen PRK). Das Heilungsverhalten der Hornhaut ähnelt jedoch der PRK, bei der die Hornhautepithelschicht komplett abgetragen wird, da auch bei der LASEK eine oberflächliche Wunde entsteht. Das Epithel erneuert sich binnen sechs Wochen komplett. Die LASEK als moderne Variante der PRK kann somit möglicherweise die postoperativen Beschwerden verringern, erreicht aber nicht ganz den »Komfort« einer LASIK.
Abbildung 1: Mit einem Rundmesser (Mikrotrepan)
wird die oberflächlichste Schicht der Hornhaut
(das Hornhautepithel) kreisförmig eingeschnitten.
Abbildung 2: Durch eine Alkohollösung wird das
Hornhautepithel von seiner Unterlage abgelöst.
Abbildung 3: Mit einem kleinen Spatel wird das
Epithel zurückgeschoben.
Abbildung 4: Durch die Laserbehandlung wird
die Oberflächenkrümmung der Hornhaut je
nach Stärke der Fehlsichtigkeit verändert.
Abbildung 5: Nach der Laserbehandlung wird
das Epithel wieder zurückgeschoben.
Prof. Dr. med. Gerd U. Auffarth
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