Die irisfixierte Linse ist eine spezielle Linse, die zwischen der Hornhaut und der Iris (= Regenbogenhaut) in die sog. Vorderkammer des Auges eingesetzt wird. Der jeweilige Brechkraftfehler Ihres Auges wird so korrigiert. Abbildung 1:. Durch eine Öffnung am Rand der Hornhaut wird die Linse in die Vorderkammer des Auges, vor die Pupille, geschoben.
Abbildung 2: Anschließend wird die Linse durch das Einklemmen von je einer Falte der Regenbogenhaut in die zwei seitlichen Häkchen fixiert. Zusätzlich wird am oberen Rand der Regenbogenhaut eine kleine Öffnung zur »Hinterkammer« des Auges hin durchgeführt, um eine eventuelle Augendrucksteigerung zu verhindern.
Die körpereigene Linse wird dabei erhalten und damit auch die Fähigkeit zur Naheinstellung (»Akkomodation«) und somit zum Lesen ohne Brille (bei einem Alter unter 45 Jahren).
Da es sich um einen intraokularen Eingriff mit seinen entsprechenden Risiken handelt, setzen wir dieses Verfahren meist dann ein, wenn die Verfahren der Hornhautchirurgie nicht möglich sind, z.B. weil die Hornhaut zu dünn ist. In jedem Fall erfordert der Eingriff einen erfahrenen Augenchirurgen.
Prof. Dr. med. Gerd U. Auffarth
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