Arthroskopie (Gelenkspiegelung)
Der Begriff Arthroskopie bedeutet Gelenkspiegelung. Bei der Arthroskopie kann der Operateur mit Hilfe eines speziellen Kamerasystems das jeweilige Gelenk von innen sehen und auch operieren. Wegen der kleinen Schnitte und Zugänge ins Gelenk spricht man auch von Schlüssellochoperation. Die Arthroskopie findet am häufigsten bei Meniskus-, Kreuzband- und Knorpeloperationen am Kniegelenk ihren Einsatz.
Geschichtlicher Hintergrund der Arthroskopie (Gelenkspiegelung)
Die ersten Versuche einer Arthroskopie wurden bereits Anfang des 20. Jahrhunderts unternommen. Hier verwendete man zunächst Geräte für Blasenspiegelungen. Die Erfolge waren jedoch technisch bedingt nicht nennenswert. Erst in den 60iger Jahren konnten dann erste arthroskopische Operationen am Kniegelenk, hier vor allem Meniskusoperationen, durchgeführt werden.
Als Routineoperation hat sich die Methode der Kniegelenkarthroskopie erst in den 80er Jahren etabliert. In dieser Zeit wurden dann auch andere Gelenke arthroskopiert wie Schulter, Sprunggelenk und Ellenbogengelenk. Heute zählen arthroskopische Operationen zu den häufigsten Eingriffen überhaupt und werden zunehmend ambulant durchgeführt. Durch die mittlerweile sehr kleinen Instrumente können neben Handgelenken sogar Zehen- und Fingergrundgelenke arthroskopiert werden.
In welchen Fällen wird die Arthroskopie (Gelenkspiegelung) eingesetzt?
Die Arthroskopie wird bei einer Vielzahl von Gelenkerkrankungen eingesetzt. Am häufigsten und bekanntesten sind Meniskus-, Kreuzband und Knorpeloperationen am Kniegelenk. Auch Engstellen am Schultergelenk und Sehnennähte werden heute oftmals arthroskopisch operiert. Zunehmend können durch verbesserte Technik auch kleine Gelenke und komplexe Operationen an großen Gelenken arthroskopisch erfolgen. So werden in Zukunft auch Knorpeltransplantationen, der künstliche Meniskusersatz und viele weitere Gelenkoperationen routinemäßig arthroskopisch, also minimal invasiv möglich sein.
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