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Arthrose des oberen Sprunggelenkes - Hintergrund / Einleitung

Arthrose des oberen Sprunggelenkes (OSG-Arthrose, Sprunggelenksarthrose)

Als Ursache der Arthrose (Verschleiß) des oberen Sprunggelenkes kommen neben entzündlichrheumatischen Erkrankungen auch Folgezustände nach Bruchverletzungen in diesem Bereich in Frage. Seltener sind so genannte primäre Arthrosen im Sprunggelenk, bei denen keine klare Ursache für den Verschleiß gefunden wird und wahrscheinlich ein minderwertiger Knorpelaufbau verantwortlich ist.

Das obere Sprunggelenk (OSG) besteht aus der Unterschenkelgabel, die aus Schienbein (Tibia) und Wadenbein gebildet wird und dem Sprungbein (Talus). Bei fortgeschrittenem Verschleiß des oberen Sprunggelenkes stehen prinzipiell die Versteifung und die obere Sprunggelenkendoprothese als chirurgisch-therapeutische Maßnahmen zur Verfügung.

Die Versteifung (Arthrodese) gilt in den meisten Kliniken noch als „golden standard“-Verfahren. Zu bedenken ist hierbei jedoch, dass speziell bei Patienten mit entzündlicher Polyarthritis sehr häufig die Gelenke des Mittelfußes steif sind. Nicht selten ist auch das andere Sprunggelenk mit befallen. Darüber hinaus sind in dem angesprochenen Patientenkollektiv zu einem großen Prozentsatz bereits Operationen anden unteren Extremitäten durchgeführt worden, die Gesamtmobilität und Gangbild beeinträchtigen. Eine Versteifung des oberen Sprunggelenkes kann daher in der Regel nicht durch die übrigen Rück- und Mittelfußgelenke kompensiert werden und die proximal und distal gelegenen Gelenke werden vermehrt belastet. Dies kann z.B. zu einer Schmerzverstärkung in den Nachbargelenken führen. Daher wird der endoprothetische Ersatz vor allem bei einer entzündlichen Zerstörung des oberen Sprunggelenkes zunehmend gegenüber der Arthrodese bevorzugt.

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