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Arthrose beim Hund

Arthrose beim Hund

Weitere Bezeichnungen: Osteoarthritis, Arthrosis deformans, degenerative Gelenkerkrankung

Arthrosen sind nicht-infektiöse, chronische, schmerzhafte und zunehmend funtionsverhindernde Gelenkveränderungen. Um die Vorgänge, die sich bei dieser Gelenkentzündung abspielen, besser verstehen zu können, muss man sich zunächst einen Überblick über den allgemeinen Aufbau eines Gelenks verschaffen.

Ein Gelenk besteht aus folgenden Teilen:
  • den mit Gelenkknorpel überzogenden knöchernen Gelenkflächen
  • dem zwischen den Gelenkflächen liegenden Gelenkspalt
  • der die Gelenkflächen umschließenden Gelenkkapsel
  • der Gelenkhöhle mit der darin enthaltenen Gelenkflüssigkeit
  • den das Gelenk stabilisierenden Bändern

Die Gelenkflüssigkeit wird auch Synovia oder Synovialflüssigkeit genannt. Sie ermöglicht das reibungslose Gleiten der Knorpelflächen bei der Bewegung und ernährt den Knorpel, der nicht, wie die meisten andere Gewebe, über das Blut ernährt wird. Die Gelenkflüssigkeit ist also extrem wichtig für das Funktionieren eines Gelenks. Die Synovia eines gesunden Gelenks ist klar, hellgelb bis bernsteinfarben gefärbt und „Faden ziehend“. Das bedeutet, dass ihre Viskosität relativ hoch ist. Dies wird unter anderem durch Inhaltsstoffe wie Hyaluronsäure gewährleistet. Die hohe Viskosität ist wichtig, um die Funktion der Synovia als „Schmiermittel“ zu ermöglichen. Die Gelenkflüssigkeit wird von der innersten Schicht der Gelenkkapsel, der Synovialmembran gebildet.

Ein weiterer wichtiger Faktor für die Funktion eines Gelenks ist der sehr glatte Gelenkknorpel. Nur intakte Knorpelflächen können störungsfrei übereinander gleiten. Bereits geringste Rauhigkeiten oder Verletzungen führen zu erhöhter Reibung und weiterer Schädigung der Knorpelflächen. Dazu kommt, dass der Knorpel ausgesprochen schlecht heilen kann, da er –wie bereits erwähnt- nicht durchblutet wird.

Ursachen der Arthrose beim Hund


Folgende Faktoren sind häufig an der Entstehung von Arthrosen beteiligt:
  • Alter
  • Überanspruchung durch Sport oder Arbeit
  • Übergewicht
  • orthopädische Erkrankungen oder Wachstumsstörungen wie beispielsweise Hüftgelenksdysplasie, Osteochondrosis dissecans, Ellenbogengelenkdysplasie, X-Beine
  • Knochenbrüche
  • Verletzungen
  • Arthritiden

Im Grunde sind die Vorgänge im Gelenk, die aufgrund der genannten Ursachen ablaufen, vergleichbar: Auf Knorpelabnutzung, Defekte und Risse im Knorpel reagiert der darunterliegende Knochen mit Umbauvorgängen. Der Körper baut den geschädigten Knorpel weiter ab und bildet stattdessen Knochenmaterial. Dieses Knochenmaterial scheuert im Gelenk, weil die Oberfläche des Knochens viel rauer ist als die des Knorpels. Weiterer Knorpel wird durch die Reibung verletzt und so unterhält sich die Erkrankung in einer Art Teufelskreis selbst. Die Gelenkkapsel wird durch die dauernde Reizung dicker und derb. Die Produktion der Gelenkflüssigkeit kann dadurch beeinträchtigt sein, so dass die Synoviamenge vermindert ist. Dadurch verringert sich ihre Schmierwirkung, was zusätzlich die Reibung im Gelenk erhöht.

Leitsymptom der Arthrose beim Hund


Lahmheit

Symptome der Arthrose beim Hund


Typische Symptome von Arthrose sind Lahmheit, Steifheit sowie Probleme beim Aufstehen. Ganz typisch ist auch, dass der Hund "sich einläuft", d.h. nach dem Aufstehen ist die Lahmheit erst sehr deutlich, nach einigen Minuten fällt dem Hund die Bewegung jedoch wesentlich leichter. Einige Hunde zeigen auch eher unauffälige Anzeichen von Arthrose: Sie bewegen sich einfach weniger und nehmen dadurch langsam zu. weiterlesen
letzte Aktualisierung: 07.05.2013

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