
Weitere Bezeichnungen: Osteoarthritis, Arthrosis deformans, degenerative Gelenkerkrankung
Arthrosen sind nicht-infektiöse, chronische, schmerzhafte und zunehmend funtionsverhindernde Gelenkveränderungen. Um die Vorgänge, die sich bei dieser Gelenkentzündung abspielen, besser verstehen zu können, muss man sich zunächst einen Überblick über den allgemeinen Aufbau eines Gelenks verschaffen.
Ein Gelenk besteht aus folgenden Teilen:Die Gelenkflüssigkeit wird auch Synovia oder Synovialflüssigkeit genannt. Sie ermöglicht das reibungslose Gleiten der Knorpelflächen bei der Bewegung und ernährt den Knorpel, der nicht, wie die meisten andere Gewebe, über das Blut ernährt wird. Die Gelenkflüssigkeit ist also extrem wichtig für das Funktionieren eines Gelenks. Die Synovia eines gesunden Gelenks ist klar, hellgelb bis bernsteinfarben gefärbt und „Faden ziehend“. Das bedeutet, dass ihre Viskosität relativ hoch ist. Dies wird unter anderem durch Inhaltsstoffe wie Hyaluronsäure gewährleistet. Die hohe Viskosität ist wichtig, um die Funktion der Synovia als „Schmiermittel“ zu ermöglichen. Die Gelenkflüssigkeit wird von der innersten Schicht der Gelenkkapsel, der Synovialmembran gebildet.
Ein weiterer wichtiger Faktor für die Funktion eines Gelenks ist der sehr glatte Gelenkknorpel. Nur intakte Knorpelflächen können störungsfrei übereinander gleiten. Bereits geringste Rauhigkeiten oder Verletzungen führen zu erhöhter Reibung und weiterer Schädigung der Knorpelflächen. Dazu kommt, dass der Knorpel ausgesprochen schlecht heilen kann, da er –wie bereits erwähnt- nicht durchblutet wird.
Im Grunde sind die Vorgänge im Gelenk, die aufgrund der genannten Ursachen ablaufen, vergleichbar: Auf Knorpelabnutzung, Defekte und Risse im Knorpel reagiert der darunterliegende Knochen mit Umbauvorgängen. Der Körper baut den geschädigten Knorpel weiter ab und bildet stattdessen Knochenmaterial. Dieses Knochenmaterial scheuert im Gelenk, weil die Oberfläche des Knochens viel rauer ist als die des Knorpels. Weiterer Knorpel wird durch die Reibung verletzt und so unterhält sich die Erkrankung in einer Art Teufelskreis selbst. Die Gelenkkapsel wird durch die dauernde Reizung dicker und derb. Die Produktion der Gelenkflüssigkeit kann dadurch beeinträchtigt sein, so dass die Synoviamenge vermindert ist. Dadurch verringert sich ihre Schmierwirkung, was zusätzlich die Reibung im Gelenk erhöht.
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