Antibiotika-Resistenzen
Antibiotika-Resistenzen gibt es seitdem Antibiotika eingesetzt werden. Bakterien sind die Meister der Anpassung. Durch ihre Fähigkeit sich in rasanter Geschwindigkeit zu vermehren, kommt es relativ häufig zu genetischen Veränderungen (Mutationen). Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Bakterium so mutiert, dass es nicht mehr von dem verabreichten Antibiotikum beeinflusst wird, ist bei jeder Antibiotikatherapie sehr hoch.
Hinzu kommt, dass nicht nur die krankmachenden (pathogenen) Keime auf das Antibiotikum reagieren, sondern auch die köpereigenen Bakterien im
Darm und auf der
Haut. Auch auf diese wirken Antibiotika ein und können somit die Bildung antibiotikaresistenter Darm- und Hautbakterien verursachen.
Die Entstehung der antibiotikaresistenten Keime ist weltweit zu einem großen Problem geworden. Es gibt mittlerweile viele Erreger, die nur noch mit einem bestimmten Antibiotikum therapierbar sind. Vor allem für abwehrgeschwächte Patienten wie
Krebs- und HIV-Patienten sowie ältere Menschen stellen diese Erreger eine lebensbedrohliche Gefahr dar.
Die Forschung entwickelt zurzeit Konzepte, um der Entstehung und Verbreitung von antibiotikaresistenten Erregern entgegen zu wirken. Aber auch jeder Einzelne kann seinen Beitrag dazu leisten, die Entstehung von resistenten Keimen nicht zu fördern.
- Fordern Sie Ihren Arzt nicht auf, Ihnen unbedingt ein Antibiotikum zu verschreiben damit Sie schneller wieder fit sind.
- Fragen Sie Ihren Arzt, ob es möglich ist eine Erregerbestimung durchzuführen, falls ihr Arzt Ihnen ein Antibiotikum verordnet.
- Halten Sie sich an die Anweisungen Ihres Arztes, wenn Sie ein Antibiotikum einnehmen müssen.
- Erhöhen oder verringern sie nicht die Dosis, ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt.
- Nehmen Sie das Antibiotikum so lange, wie es Ihnen Ihr Arzt aufgetragen hat - auch wenn es Ihnen schnell schon viel besser geht.
- Nehmen Sie nicht eingenmächtig Antibiotika Restbestände vom letzten Infekt ein.
letzte Aktualisierung: 07.05.2013
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