
Weitere Bezeichnungen: Analbeutelanschoppung, Analbeutelempyem, Analbeutelabszess, Analfistel
Eine anatomische Besonderheit der Katze (und des Hundes) sind die rechts und links des Afters gelegenen Analdrüsen, die wenige Millimeter neben der Afteröffnung münden. Bei jedem Kotabsatz wird durch die veränderten Druckverhältnisse im Darm jedes Mal eine geringe Menge des in den Analbeuteldrüsen gebildeten Sekrets abgesetzt. Der für den Menschen eher unangenehme Geruch dient der Katze zur Reviermarkierung.
Bei normalem Kotabsatz wird jedes Mal ein kleine Menge Sekret abgegeben. Als Folge von Durchfall, weichem Kot oder verklebter Analregion kann es zu einer mangelhaften Entleerung und Verstopfung der Analbeutel kommen. In vielen Fällen bleibt die Ursache jedoch auch völlig unklar.
Als Folge dieser mangelhaften Entleerung entsteht eine so genannte Analbeutelanschoppung, da die Analbeuteldrüsen unvermindert Sekret produzieren, das nicht richtig ablaufen kann. Eine Analbeutelentzündung entsteht, wenn Bakterien von außen in die Analbeutel einwandern. Entleert sich der Analbeutel weiterhin nicht, kapselt sich die Entzündung immer weiter ab und es bildet sich ein Abszess, der häufig nach außen aufbricht (Analfistel).
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