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Altersflecken-Behandlung - Hintergrund

Altersflecken (senile und aktinische Lentigines) und ihre Behandlung


Altersflecken sind zumeist harmlose Pigmentierungen, die nicht in jedem Fall einer Behandlung bedürfen. Ein Therapiewunsch kann jedoch aufgrund der beeinträchtigten Ästhetik bestehen. Wichtig ist, dass vor jeglicher kosmetisch-medizinischen Behandlung von Altersflecken ein Hautarzt konsultiert wird. Denn insbesondere bösartige Hautveränderungen, die harmlosen Altersflecken ähnlich sehen können, müssen sicher ausgeschlossen werden.

Hintergrund zur Altersflecken-Behandlung


„Fleckartige Pigmentierungen“ der Haut sind eine häufig als störend empfundene Beeinträchtigung des äußeren Erscheinungsbildes. In Lateinamerika und Asien gelten sie sogar als einer der häufigsten Gründe für die Konsultation eines Hautarztes. Da Hyperpigmentierungen, die vornehmlich an sonnenexponierten Stellen auftreten, tendenziell im Alter zunehmen, werden sie laienhaft auch „Altersflecken“ genannt, medizinisch senile und/oder aktinisches Lentigines (senil = im Alter; aktinisch = durch Licht geschädigt). In vielen Fällen sind Hyperpigmentierungen harmlos, für die ansonsten gesunden Betroffenen besteht jedoch aufgrund der beeinträchtigten Ästhetik ein Therapiewunsch. Vor jeglicher kosmetisch-medizinischen Behandlung ist jedoch eine hautfachärztliche Konsultation unerlässlich, da Pigmentflecken anderer Genese, insbesondere auch maligne (bösartige) Hautveränderungen, die mit einer zunehmenden Pigmentierung einhergehen können, ausgeschlossen werden müssen. Anderenfalls besteht die Gefahr, dass eine an sich bösartige Erkrankung der Haut an der Oberfläche „kaschiert“ wird, die sich ungestört in der Tiefe der Haut weiter ausbreiten kann.


Abgrenzungen zu Altersflecken


Von den weit verbreiteten „Altersflecken“ (senilen und aktinischen Lentigines) müssen u.a. folgende Entitäten abgegrenzt werden:

Melasma (Chloasma)
Ein Melasma zeigt sich als unregelmäßig konfigurierte, grau-braune Flecken im Gesicht, insbesondere an den Wangen, Nase, Stirn, Kinn, Oberlippe. Es sind überwiegend Frauen der Phototypen IV–VI betroffen. Das Melasma ist eine erworbene, symmetrische Hypermelanose. Als wichtigste Ursachen sind die genetische Veranlagung und die UV-Licht-Exposition zu nennen, daneben auch Schwangerschaft, Medikamente (z.B. orale Antikonzeptiva/Pille), Hormonersatztherapien, Schilddrüsenfunktionsstörungen, Kosmetika sowie phototoxische Substanzen. Bei der histologischen Untersuchung eines Melasmas zeigt sich auf Zellebene, dass die Melanozyten nicht vermehrt, aber vergrößert sind und prominente Dendriten aufweisen.

Postinflammatorische Hyperpigmentierungen
Postinflammatorische Hyperpigmentierungen können sich (im Gegensatz zum Melasma) an jeglicher Lokalisation des Integumentes entwickeln. Sie entstehen nach Abheilung diverser entzündlicher Hautveränderungen, am häufigsten z.B. nach Akne vulgaris, Ekzemen, Traumen, Psoriasis (Schuppenflechte), Lichen ruber planus (Knötchenflechte), Arzneimittelexanthemen. Je dunkler der Hauttyp der betroffenen Person ist, desto größer ist die Gefahr, postinflammatorische Hyperpigmentierungen zu entwickeln. Auf mikroskopischer Ebene zeigt sich bei der postinflammatorischen Hyperpigmentierung, dass das im Übermaß produzierte Melaninpigment abnorm verteilt ist. Es kann sowohl ausschließlich in oberfächlichen Zellagen, aber auch in tieferen Zellschichten abgelagert sein. Die Zahl der Melanozyten ist dabei nicht verändert.

Naevuszellnaevi
Naevuszellnaevi sind gutartige Muttermale, bei denen histopathologisch in Abhängigkeit von der Art des Muttermals die Melanozyten ausschließlich in der Oberschicht (epidermal), ausschließlich in der Lederschicht (dermal) oder kombiniert in allen Schichten (epidermal und dermal) verteilt sind.

Maligne Melanome, Lentigo maligna
Das maligne Melanom und die Lentigo maligna ist ein bösartiger schwarzer Hautkrebs, bei dem die Melanozyten entarten, unkontrolliert wachsen und Metastasen (Absiedlungen) an anderen Stellen des Körpers und in anderen Organen bilden können. Vor der Behandlung von „Altersflecken“ muss das Vorliegen eines malignen Melanoms und einer Lentigo maligna differentialdiagnostisch sicher ausgeschlossen sein!

Ferner kommen bei Hyperpigmentierungen differentialdiagnostisch in Betracht (seltener):

Riehl-Melanose (Gesicht)
Poikiloderm Civatte
Phototoxische Hyperpigmentierungen, Berloque-Dermatitis
Naevus fuscocoeruleus (Ito)
Okulodermale Melanose (Ota)
Mongolenflecke
letzte Aktualisierung: 17.06.2013

Artikelinformationen zu Altersflecken-Behandlung
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Dr. med. Sylvia Proske

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