Für Komplikationen bei Grippe sind besonders sind Patienten mit chronischen Herz-Kreislauf- oder Lungenerkrankungen, ältere Patienten und Nierenkranke anfällig.
Häufigste Komplikation der Influenza ist die sekundär-bakterielle Lungenentzündung, die durch eine Superinfektion mit Bakterien verursacht wird und nach einer kurzen Besserung mit einem erneuten Fieberschub einhergeht. Ebenso kann es zu Entzündungen der Nasennebenhöhlen (Sinusitis) und des Mittelohrs (Otitis) kommen. Selten, aber gefährlich ist die primäre virale Lungenentzündung. Gelegentlich kann es zu einer Herzbeteiligung kommen. Auch neurologische Komplikationen sind beschrieben worden, bei denen der direkte Zusammenhang mit dem Influenza-Virus aber nicht gesichert ist.
Eine gefürchtete Komplikation insbesondere der B-Influenza ist das sogenannte Reye-Syndrom, bei dem typischerweise Kinder zwischen zwei und sechzehn Jahren nach einigen Tagen zusätzlich an Übelkeit und Erbrechen erkranken, wonach es dann zu einer Unterzuckerung und zu neurologischen Symptomen bis hin zu Krämpfen und Koma kommen kann. Seit ein Zusammenhang mit vorheriger Einnahme von Acetylsalicylsäure (ASS) bekannt ist und dementsprechend die Gabe von ASS bei Kindern nicht mehr empfohlen wird, ist die Zahl der Erkrankungen deutlich zurückgegangen.
Insgesamt führen die jährlichen Influenza-Ausbrüche und insbesondere größere Epidemien zu einer deutlich erhöhten Sterblichkeit von älteren sowie vorerkrankten Personen.
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