
Der Händedruck eines verschnupften Menschen kann ansteckend sein. Die Ursache ist schnell erklärt: Schnupfenviren können mehrere Stunden auf Oberflächen wie Händen, Türklinken oder auch Taschentüchern überleben. Tipp: Bei Schnupfen Händeschütteln vermeiden und Papiertaschentücher direkt nach dem Verwenden entsorgen und nicht herumliegen lassen.
Laut Umfragen halten sich knapp 40 Prozent der befragten Frauen lieber die Nase zu, als ein Niesen zu riskieren. Das mag vielleicht vornehm sein, ist aber aus medizinischer Sicht nicht sehr empfehlenswert. Im Gegenteil. Beim unterdrückten Niesen baut sich in den Nasenhöhlen ein Druck auf, der die Krankheitserreger in die Nebenhöhlen oder sogar in Richtung Mittelohr presst. Dort kann es dann zu Entzündungen kommen. Wer Niesen muss, sollte das also tun, sich dabei aber von seinem Gegenüber abwenden und unbedingt ein Taschentuch vor die Nase halten.
Wichtiger Weg für die Erkältungsviren, ihren "Besitzer" zu wechseln, ist die Tröpfcheninfektion. Hier werden mit Viren belastete Schleimtröpfchen der erkrankten Person - beispielsweise beim Niesen oder Husten - ausgestoßen und von der Umwelt eingeatmet.
Da die Tröpfchen bis zu 12 Meter Entfernung überwinden können, sind Menschenansammlungen, z. B. in Bussen, Kaufhäusern oder auch Schulen, für eine Tröpfcheninfektion geradezu prädestiniert. So genügen bereits wenige Minuten in einem dichtbesetzten Raum, um den Atemwegsinfekt von einem infizierten auf zahlreiche andere Menschen zu übertragen.
Schnäuzen und das Ergebnis analysieren, gilt bei 30 Prozent aller Befragten als verpönt. Trotzdem raten Ärzte, das Nasensekret im Taschentuch genauer zu betrachten. Das muss ja nicht vor Gästen sein. Schnäuzen Sie sanft, ohne großen Druck und halten Sie dabei stets ein Nasenloch zu. Gut zu wissen: Gelblich oder grünlich verfärbter Schleim deutet auf eine bakterielle Infektion hin und empfiehlt einen Arztbesuch.
Nicht das Frösteln führt zu einer Erkältung, sondern umgekehrt. Auch wenn wir Menschen die Erkältung gerne auf die Kälte zurückführen, richtig ist: Ein Mensch, der sich erkältet hat, fängt an zu frieren. Der Grund dafür: Die Empfindung einer Unterkühlung entsteht typischerweise kurz vor der Entwicklung von Fieber, das den übrigen Krankheitssymptomen vorausgeht.
Drei Tage kommt sie, drei Tage bleibt sie, drei Tage geht sie - diese alte Volks-Weisheit stimmt leider immer noch. In der Regel dauert eine Erkältung gut eine Woche bis zehn Tage bis sie wieder verschwindet. Die Dauer eines grippalen Infektes kann nicht beeinflusst werden - aber die Symptome lassen sich lindern.
Halsschmerzen werden meist durch Erkältungsviren verursacht. Kommen keine anderen Beschwerden hinzu, klingen die Symptome normalerweise innerhalb weniger Tage ab. Bei Fieber über 38,5 Grad Celsius oder wenn weiße, punktförmige Ablagerungen auf den Gaumenmandeln zu sehen sind, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Weitere Warnzeichen: Druckschmerzhafte Halslymphknoten, sehr starke Schluckbeschwerden sowie Heiserkeit und Schluckbeschwerden, die länger als eine Woche andauern.
Mehr als die Hälfte der Deutschen meint, dass ein überstandener Infekt vor Neuansteckung schützt. Das stimmt leider nicht: die Ansteckung mit einem Schnupfenvirus macht nicht dauerhaft immun. Es gibt über 200 verschiedene Viren, die als Erkältungserreger gelten. Hat der Körper gerade einen Virus erfolgreich bekämpft, kann theoretisch sofort die nächste Infektion mit einem anderen Virustyp folgen. Der beste Schutz vor Neuansteckung ist die Stärkung des Immunsystems. Und zwar durch vitaminreiche Ernährung, regelmäßige Bewegung und - wenn keine Erkrankung dagegen spricht - einem wöchentlichen Besuch in der Sauna.
Die "echte Grippe" oder Influenza wird durch die so genannten Influenza-Viren übertragen. Sie beginnt plötzlich mit hohem Fieber und schwerem Krankheitsgefühl, meist mit Kreislaufschwäche. Viele Betroffene können im nachhinein auf die Stunde genau den Beginn der Erkrankung angeben!
Im Gegensatz zu den Erkältungskrankheiten gibt es zum Schutz vor einer Influenza einen Impfschutz. Dieser wird allen Risikogruppen von der STIKO empfohlen und muß jährlich aufgefrischt werden. Das Influenzavirus besitzt nämlich die Fähigkeit, immer neue Varianten zu bilden. Der Impfstoff muss deshalb jedes Jahr an die Erregerstämme der kommenden "Grippesaison" angepasst werden.
Hauptzielgruppe für die Grippeimpfung, die im Frühherbst durchgeführt wird, sind Menschen, die älter als 60 Jahre sind, eine chronische Erkrankung wie Herzschwäche, Lungenkrankheit, Nierenleiden, Stoffwechselleiden, Diabetes mellitus o.ä. oder ein geschwächtes Immunsystem haben. Aber auch Personen mit häufigem Kontakt zu Erkrankten wie z. B. Klinikpersonal wird die Impfung empfohlen.
Eine niedrige Umgebungs- und Außentemperatur führt nicht automatisch zu einer Erkältung oder einem Infekt. Sonst würden wir alle während eines kalten Winters ständig krank sein. Eine weitere Tatsache spricht gegen den Zusammenhang von Kälte und Erkältung. Die meisten Krankheitserreger sind ziemlich empfindlich gegen Kälte - in der Arktis oder Antarktis kommt es viel seltener zu Erkältungskrankheiten als in gemäßigten Breiten. Zu einer Erkältung bedarf es also eines Krankheitserreger und nicht nur kalter Temperaturen.
Allerdings treten Erkältungen tatsächlich in der kalten Jahreszeit häufiger auf als im Sommer. Warum ist das so? Viren können sich unter den Bedingungen im Winter besonders schnell verbreiten. Die Häufung von Erkältungen im Winter ist auf die erhöhte Keimzahl in den Räumen zurückzuführen. Dazu kommt noch, dass wir uns die meiste Zeit in schlecht belüfteten, beheizten Räumen aufhalten. Die Schleimhäute trocknen aus, Erreger haben so ein leichteres Spiel.
Sind bereits Krankheitskeime im Körper, kommt es bei niedrigen Außentemperaturen eher zu Erkrankungen als im Sommer. Denn durch Kälteeinwirkung wird die Immunabwehr des Körpers etwas herabgesetzt, so dass Krankheiten durch bereits vorhandene Erreger leichter ausgelöst werden können.
Die Empfindung einer Unterkühlung entsteht typischerweise kurz vor der Entwicklung von Fieber, das den übrigen Krankheitssymptomen vorausgeht. Wenn Menschen frösteln, führen sie eine Erkältung gerne auf die Kälte zurück. Es ist jedoch gerade umgekehrt: Ein Mensch, der sich erkältet hat, fängt an zu frieren – dies ist also das Ergebnis und nicht die Ursache der Erkrankung.
Der Hals kratzt, die Nase läuft - früher gab es dann eine heiße Hühnersuppe. Das dies jedoch nicht nur Aberglaube ist, konnten Forscher der Universität von Nebraska in Studien nun wissenschaftlich belegen.
Die Forscher kochten eine Hühnersuppe mit folgenden Zutaten: Hühnchen und Gemüse, darunter Zwiebeln, Kartoffeln, Karotten, Sellerie und Petersilie. Und siehe da: Im Körper werden ganz bestimmte weiße Blutkörperchen - die so genannten Neutrophilen - die für Entzündungsprozesse mitverantwortlich sind, in ihrer Bewegung blockiert. Diese Neutrophilen werden bei Virusinfektionen - also auch beim grippalen Infekt - in großen Mengen freigesetzt. Sie lösen Entzündungen und Schwellungen der Schleimhäute in den oberen Atemwegen aus.
Außerdem hilft die Hitze der Hühnersuppe die Schnupfenviren zu bekämpfen. Die Viren sind nämlich temperaturempfindlich und werden so in ihrer Vermehrung gehemmt. Gleichzeitig befeuchtet der heiße Dampf die Schleimhäute, was den Abfluss des Sekretes in den Atemwegen fördert.
Wer die entzündungshemmende Wirkung der Hühnersuppe noch steigern will, kann ein Stück Ingwerwurzel, etwas Chili und eine Handvoll schwarze Bohnen mitkochen.
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