Die Bronchitis ist eine Schleimhautentzündung der Luftröhrenverzweigungen (Bronchien). Man unterscheidet die akute, fieberhafte Bronchitis von der chronischen Bronchitis. Die Erkrankung tritt am häufigsten im Winter auf und geht meist mit einer Entzündung der Luftröhre (Tracheitis) einher.
Meistens ist die Erkrankung Folge einer viralen Infektion der oberen Atemwege. Sehr oft tritt sie auf, wenn der Betroffene zuvor Nässe, feuchtem Klima oder Unterkühlung ausgesetzt war. Solche Einflüsse schwächen die Widerstandskraft und verursachen erhöhte Anfälligkeit gegenüber Krankheitserregern, wobei Viren wie gesagt am häufigsten sind. Sie ebnen den Weg für die nachfolgende Infektion mit Bakterien. Machmal ist die akute Bronchitis auch durch chemische Reize bedingt (z.B. Inhalation von Rauch oder Säuren).
Zudem kann sich die akute Bronchitis als Begleiterkrankung von einigen Infektionskrankheiten wie Grippe, Masern oder Keuchhusten entwickeln. Besonders Kinder erkranken häufig. So lange jedoch keine erkennbare, ernste Ursache dahinter steckt, ist das nicht beunruhigend. Kinder leiden generell häufiger an Infektionen oder Erkältungen als Erwachsene.
Die akute Bronchitis ist eine der häufigsten Erkrankungen der Atemwege. Zirka 80 von 100000 Personen erkranken pro Woche. Diese Zahl kann sich in den Wintermonaten sogar verdoppeln.
Die unkomplizierte Virusbronchitis beginnt zunächst für kurze Zeit mit Schnupfen, Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen und einem allgemeinen Krankheitsgefühl als Zeichen eines Infektes der oberen Luftwege. Anschliessend tritt trockener Husten mit zunächst klarem, zähem Auswurf in Erscheinung, der bald schleimig-eitrig wird. Oft klagt der Patient über Brustschmerzen. Fieber über 39° Celsius ist selten. Zusätzlich ist der Rachen gerötet. Beim Abhören der Lunge hört der Arzt wenige, sogenannte Rasselgeräusche. Normalerweise klingt die akute virale Bronchitis innerhalb weniger Tage ab und heilt meist von alleine aus.
Kommt es allerdings - auch als Folge einer viralen Infektion - zu einer bakteriellen Bronchitis, verändert sich der Auswurf und wird schleimig-eitrig. Eine Ausheilung ist in diesem Fall meist nur durch eine Behandlung mit Antibiotika möglich. Ohne Behandlung kann sich die bakterielle Infektion der Bronchien auf das umliegende Lungengewebe herdförmig ausdehnen. Es entsteht dann eine Lungenentzündung. Aus diesem Grunde sollte immer ein Arzt/ eine Ärztin aufgesucht werden, wenn die Beschwerden nicht nach einigen Tagen von selbst verschwinden, oder wenn im abgehusteten Schleim Blutspuren erkennbar sind.
Ein eingehende Untersuchung sollte auf jeden Fall erfolgen. Ganz wichtig ist das Abhören der Lunge, um erste Anzeichen einer Lungenentzündung rechtzeitig zu erkennen. Besteht der Verdacht, dass hinter der Erkrankung eine Bronchopneumonie steckt, sollte eine Röntgenaufnahmen des Brustkorbs angeordnet werden. Zusätzlich kann das Blut untersucht werden. Als Zeichen einer akuten Entzündung steigen das C-reaktive Protein, die Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG) und die Zahl der weißen Blutkörperchen. Im Stadium des schleimig-eitrigen Auswurfs sollte der dieser auf bakterielle Keime untersucht werden. Nach der Untersuchung kann gezielt ein nur auf diese Bakterien wirkendes Antibiotikum verabreicht werden.
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