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Antibiotika - Medikamente

Antibiotika sind Arztsache


Antibiotika müssen immer von einem Arzt angeordnet werden. Dieser kann anhand von Untersuchungen und Erregernachweisen feststellen, ob Antibiotika nötig sind und wenn ja welches Antibiotikum das Richtige ist. Man sollte niemals selbständig Antibiotika einnehmen, weil sie vom letzen Mal übrig geblieben sind und da ja auch geholfen haben.


Genauso sollte man einen lang anhaltenden Husten oder Schnupfen nicht auf die leichte Schulter nehmen. Erkältungen werden zwar in den meisten Fällen von Viren verursacht und bedürfen deshalb keiner antibiotischen Behandlung. Wenn sich allerdings Fieber hinzu gesellt oder die Erkältung länger als gewöhnlich anhält, sollte man sich von einem Arzt untersuchen lassen. Manche Bakterien, die für eine Mandelentzündung verantwortlich sind, können langfristig schwere Schäden an den Herzklappen verursachen, wenn sie nicht durch Antibiotika abgetötet werden.

Wenn trotz Antibiotika nach drei Tagen keine Besserung der Beschwerden eintreten, muss man erneut zum Arzt gehen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass entweder die Diagnose falsch ist oder das Antibiotikum nicht wirkt. Sollte dies der Fall sein, muss das Antibiotikum umgehend abgesetzt werden. Aber auch dies sollten Sie nicht eigenmächtig tun.

Der richtige Umgang mit Antibiotika


Bei der Einnahme von Antibiotika muss den Anordnungen des Arztes unbedingt Folge geleistet werden. Wer glaubt, dass er sich einen Gefallen tut, wenn er die Antibiotikatherapie vorzeitig abbricht, weil es ihm besser geht, täuscht sich. Eine zu früh abgebrochene Antibiotikatherapie fördert die Entstehung von resistenten Keimen.

Für die unterschiedlichen Krankheiten gibt es Empfehlungen zur Mindesteinnahmedauer von Antibiotika. Diese Empfehlungen sind dazu gedacht, die Bakterien gänzlich abzutöten oder deren Wachstum so zu unterbinden, dass das Immunsystem die Bakterien abtöten kann. Eine rasche Besserung unter Antibiotika ist ein Zeichen dafür, dass das richtige Antibiotikum verordnet wurde und das Immunsystem bei der Bekämpfung der Erreger unterstützt wird. Ein frühzeitiger Abbruch der Einnahme gegen die Verordnung des Arztes kann dazu Beitragen, dass einige Bakterien überleben, die sich so verändert haben, dass sie resistent gegen das Antibiotikum geworden sind.

Ein zweiter wichtiger Punkt ist die richtige Einnahme des Antibiotikums. Um einen konstanten Spiegel des Wirkstoffs im Blut zu erhalten, sollten Antibiotika in regelmäßigen Abständen und zu gleichen Tageszeiten eingenommen werden. Ebenfalls sollte darauf geachtet werden, ob das Antibiotikum nicht mit bestimmten Nahrungsmitteln oder anderen Medikamenten zusammen aufgenommen werden darf. Teracycline zum Beispiel dürfen nur in einem Abstand von zwei Stunden mit Milch und Milchprodukten eingenommen werden, da sie ansonsten nicht wirken. Ähnliches gilt für Antibiotika und Alkohol. Alkohol kann die Wirkung von Antibiotika abschwächen oder blockieren. Darum ist es ratsam, sich beim Arzt oder Apotheker über die Einnahmerichtlinien von Antibiotika zu informieren und den Beipackzettel zu lesen.
letzte Aktualisierung: 05.02.2012

Verwendete Quellen:
www.zuendstoff-antibiotika-resistenz.de

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