
In Deutschland leidet etwa ein Viertel der Bevölkerung unter einer Allergie - etwa die Hälfte davon an Heuschnupfen. Allergien sind inzwischen zu einer echten Volkskrankheit geworden und - immer häufiger trifft es auch Kleinkinder oder sogar Säuglinge.
Immer mehr Menschen reagieren zunehmend empfindlicher auf ganz normale Dinge des Alltags und der Umwelt, z. B. auf Hausstaub, Tierhaare, die Sonne, auf bestimmte Nahrungsmittel und Chemikalien. Warum reagiert der Körper überempfindlich auf bestimmte Stoffe und was kann jeder selber tun, um sich zu schützen?
Allergie ist die erworbene Überempfindlichkeit (Hypersensibilität) des Körpers gegenüber Stoffen des Lebensraumes. Die allergischen Reaktionen sind im Grunde ganz normale Immunantworten, die jedoch fehlgesteuert sind. Das Immunsystem kann dann nicht mehr zwischen schädlichen und unschädlichen Substanzen unterscheiden und produziert darüber hinaus zu viele Antikörper, so daß es zu einer allergischen Reaktion kommt. Das Abwehrsystem des Körpers wirkt also schädigend gegen seinen eigenen Organismus. Jeder neue Kontakt mit dem Allergen (allergieauslösender Stoff) wird diese Reaktion dann erneut in Gang setzen.
Anzahl und Herkunft der allergieauslösenden Stoffe sind kaum überschaubar. Heute gibt es ungefähr 20.000 Stoffe, die eine Allergie auslösen können. Entsprechend schwierig ist die ärztliche Diagnose. Besteht der Verdacht auf eine Allergie sollten Sie in jedem Fall mit Ihrem Arzt sprechen.
Wichtig ist eine gezielte Behandlung der Allergie, denn Allergien können in einigen Fällen sogar zu chronischen Erkrankungen führen.
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