Heilungsaussichten bei Agoraphobie
Die
Prognose der Agoraphobie ist von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Ohne Behandlung kann die Agoraphobie schnell chronisch werden, was zu einer erheblichen Einschränkung im Alltag führen kann. Besteht die Erkrankung noch nicht sehr lange, ist der Patient zur Mitarbeit bereit, d.h. ist er dazu bereit, sich seinen Ängsten zu stellen, so ist die Prognose der Agoraphobie günstig.
Ungünstig wirkt sich aus, wenn die Agoraphobie von weiteren Erkrankungen begleitet wird, wie z.B.
Depressionen oder einer Suchterkrankung. Auch mehrere vorangegangene vergebliche Behandlungen gehen mit ungünstigeren Heilungsaussichten einher. Ein chronischer Verlauf der Agoraphobie ist auch mit einem erhöhten Suizidrisiko verbunden.
Prognostisch eher ungünstig ist es auch, wenn der Patient aufgrund seiner sozialen Situation wenig Möglichkeiten erlebt, sich mit seinen Ängsten auseinander zu setzen. Ein Beispiel wäre etwa ein Partnerschaftskonflikt, den der Patient nicht offen austrägt, weil er oder sie sich in finanzieller Abhängigkeit vom Partner erlebt.
Auch ein Rentenbegehren des Patienten trägt zu einer ungünstigen Heilungsaussicht bei. In diesem Fall wird der Agoraphobie-Patient keine Anstrengungen unternehmen, sich mit seinen Ängsten zu konfrontieren, weil dies zu einer Verminderung der Chancen auf eine Berentung beitragen könnte.
letzte Aktualisierung: 17.06.2013
Artikelinformationen zu Agoraphobie