Mittels
Magnetresonanztomografie (
MRT) können mit Hilfe einer in den Enddarm eingeführten Untersuchungsspule (Endorektalspule) hoch aufgelöste Schichtbilder der
Prostata aufgenommen werden, die in ihrer Aussagekraft herkömmlichen Röntgen- oder Ultraschallbildern überlegen sind. Derzeit kommt die
Magnetresonanztomografie allerdings fast ausschließlich zur Charakterisierung und Behandlungsplanung von bereits durch die
Stanzbiopsie nachgewiesenen Prostatakarzinomen zum Einsatz. Obwohl die
Magnetresonanztomografie in Studien auch ermutigende Ergebnisse bei der Detektion kleiner Prostatakarzinome gezeigt hat, lässt sich ein klarer Vorteil dieser Technik gegenüber den anderen Verfahren zur Früherkennung von
Prostatakrebs bisher nicht belegen. Da zudem bei der
Magnetresonanztomografie weitaus höhere Kosten entstehen, wird ihre Anwendung in der routinemäßigen Früherkennung nicht empfohlen und sie ist daher auch kein Bestandteil des leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenkassen. Außerdem sind derzeit nur wenige Zentren in Deutschland auf die Untersuchung der
Prostata mit
Magnetresonanztomografie spezialisiert.
letzte Aktualisierung: 15.05.2012
Artikelinformationen zu Prostatakrebs Vorsorgeuntersuchung