Bei der
Biopsie der
Prostata werden Gewebeproben entnehmen, das ein Pathologe anschließend unter dem Mikroskop feingeweblich untersucht. Bei auffälligem Befund der Tastuntersuchung wird zunächst in aller Regel eine PSA-Bestimmung durchgeführt. Eine
Biopsie der
Prostata wird erst dann empfohlen, wenn der
PSA-Wert bei wiederholten Messungen deutlich erhöht ist. Bei diesem Eingriff führt der Arzt dem Mann einen etwa fingerdicken Ultraschallkopf in den Darm ein, an dem sich ein Biopsiegerät mit einer kleinen Stanznadel befindet. Unter Ultraschallkontrolle können dann in Sekundenbruchteilen aus verschiedenen Bezirken der
Prostata mehrere Gewebeproben entnommen werden. Dieser Vorgang ist leicht schmerzhaft. Er kann aber normalerweise
ambulant und ohne
Anästhesie, auf Wunsch aber auch unter Einsatz leichter Beruhigungs- und Schmerzmittel bzw. örtlicher Betäubung durchgeführt werden. In manchen Fällen kann auch eine Vollnarkose erfolgen.
Im Gegensatz zum
PSA-Test kann mit der
Biopsie die Frage, ob ein Prostatakarzinom vorliegt oder nicht, sehr sicher beantwortet werden – vorausgesetzt, die Gewebeprobe wurde an der richtigen Stelle entnommen. Bei negativem Ergebnis, aber trotzdem dauerhaft erhöhten PSA-Werten, müssen sich deshalb eventuell weitere Kontrollen oder auch wiederholte Biopsien anschließen.
letzte Aktualisierung: 14.05.2012
Artikelinformationen zu Prostatakrebs Vorsorgeuntersuchung