Zentraler Bestandteil der Krebsfrüherkennung bei Männern ist die Fahndung nach
Prostatakrebs. Mit rund 40.000 Neuerkrankungen pro Jahr ist
Prostatakrebs inzwischen die häufigste bösartige Tumorerkrankung bei Männern. Mehr als 90 Prozent der Patienten sind zum Zeitpunkt der Diagnose älter als 60 Jahre. Weil es praktisch keine Frühsymptome gibt und
Prostatakrebs desto erfolgreicher behandelt werden kann, je früher er entdeckt wird, kommt der Früherkennungsuntersuchung eine besondere Bedeutung zu. Als geeignetes Untersuchungsverfahren zur Krebsfrüherkennung hat sich das Abtasten der
Prostata vom Enddarm aus etabliert, weil viele Tumoren in Bereichen der
Prostata entstehen, die sich in direkter Nachbarschaft zum Darm befinden. Stellt der Arzt beim Abtasten Unregelmäßigkeiten fest, kommen eventuell weitere Untersuchungsmethoden, darunter vor allem der
PSA-Test und die Gewebeentnahme (
Biopsie), aber auch Ultraschalluntersuchungen und andere moderne bildgebende Verfahren wie
Magnetresonanztomografie (
MRT) und Magnetresonanzspektroskopie (MRS) zum Einsatz, um einen Verdacht auf
Prostatakrebs abzuklären.
letzte Aktualisierung: 21.05.2012
Artikelinformationen zu Prostatakrebs Vorsorgeuntersuchung