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Rekonstruktive-Plastische Chirurgie - Tumorchirurgie

Tumorchirurgie

Prof. Dr. med. G.B. Stark


Haut-Weichteiltumoren
Haut- Weichteiltumoren sind eine häufige Erkrankung, die in jedem Lebensalter auftreten können. Plastische Chiru rgen werden mit diesem Krankheitsbild konfrontiert, da in vielen Fällen nach der Entfernung dieser Tumoren eine funktionelle und ästhetische Wiederherstellung der Körperoberfläche notwendig ist. Dabei können Plastische Chirurgen auf ein breites Arsenal von modernsten operativen Verfahren zurückgreifen, die individuell zu einer Wiederherstellung dienen. Aufgrund der zunehmenden UV-Exposition kam es z.B. in den letzten Jahren zu einem sprunghaften Anstieg von bösartigen Hauttumoren (z. B. Melanomen), die oft ein rasches chiru rgisches Eingreifen erforderlich machen. Die nach onkologischen Gesichtspunkten sachgerecht durchgeführte Tumorentfernung hinterlässt dann Defekte, die optimal versorgt werden müssen.

Wie kann man Haut-Weichteiltumore diagnostizieren?
In vielen Fällen ist es oft die Blickdiagnose beim Haus- oder Hautarzt, die einen Verdacht auf einen Verdachttumor stellt. Weichteiltumore fallen durch Ertastung einer Verdickung, die unter der Haut liegt, auf. Je nach Befund kann dann eine weitere Diagnostik vor der operativen Entfernung notwendig sein. Bei größeren Tumoren kann hierbei die sogenannte Kernspintomographie (MRT) wertvolle Hinweise für eine Ausdehnung des Tumors in die Tiefe bringen. Bei Verdacht auf eine Beteiligung von Knochen empfiehlt sich zusätzlich die Durc hführung einer Computertomographie. Bei sehr ausgedehnten Befunden und bei Verdacht auf eine bösartige Erkrankung, empfiehlt sich dann zusätzlich eine sogenannte Szintigraphie, bei der eine radioaktiv angereicherte Substanz eingespritzt wird, die sich dann in sogenannten Tochtergeschwulsten oder Metastasen anreichern kann und so einen ausgedehnten Tumorbefall nachweist. Bei größeren Haut-Weichteiltumoren und unklaren Befunden empfiehlt sich dann die sogenannte Inzisionsbiopsie, bei der ein kleiner Anteil des Tumors zur feingeweblichen Untersuchung entfernt und zur pathologischen Untersuchung eingesandt wird. Dieser Eingriff kann oft in Lokalanästhesie durchgeführt werden. Nach Diagnosestellung kann dann die intensive präoperative Planung erfolgen. Bei sehr seltenen Tumoren oder bei unklaren pathologischen Befunden kann das Gewebe auch an einen sogenannten Referenzpathologen eingesandt werden, um den zunächst vorliegenden Befund zu bestätigen.


Wie sieht die Behandlung aus?
Gutartige Haut-Weichteiltumoren werden operativ entfernt, da es in seltenen Fällen auch zu einer Entartung des Tumors kommen kann. Außerdem ist bei zunehmendem Wachstum die spätere Operation aufgrund der Größe und aufgrund der Verdrängung der wichtigen funktionellen Strukturen erschwert. Eine Entfernung im Gesunden ist bei gutartigen Tumoren ausreichend, ein Sicherheitsabstand wird hier nicht gefordert. Bei bösartigen Tumoren wird ein Sicherheitsabstand gefordert. Bei bösartigen Tumoren kann vor der Entfernung des Tumors eine Vorstellung in einem Tumorzentrum stattfinden. Dort werden Behandlungsalternativen wie Strahlentherapie, Chemotherapie, evtl. in Kombination mit der Operation mit Spezialisten diskutiert. Je nach Art des Tumors ist eine direkte operative Entfernung mit einem Haut-Weichteilverschluss bei kleineren Läsionen möglich. Bei bösartigen Tumoren kann auch ein zweizeitiges Vorgehen empfehlenswert sein, insbesond e re wenn bei der Operation der Sicherheitsabstand nicht klar definiert werden kann. Ein vorübergehender Wundverschluss, z. B. mit einem Spezialverband, überbrückt dann die Zeit bis zur Mitteilung des endgültigen Ergebnisses durch den Pathologen. Anschließend erfolgt dann die Nachresektion im Gesunden oder die Deckung des Defektes, falls kein direkter Wundverschluss erreicht werden kann.

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