Erste Hilfe bei Brustkrebs

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Brustkrebs-Früherkennung beim Arzt

Die Brustkrebs-Früherkennung beim Arzt


 

Was erwartet mich bei der Anamnese zur Brustkrebs-Früherkennung?


Mit Beginn des gesetzlichen Krebs-Früherkennungsprogramms soll ab dem 20. Lebensjahr ein Anamnese- und Aufklärungsgespräch über Risikofaktoren für Brustkrebs angeboten werden. Der wichtigste Risikofaktor für eine Brustkrebsentstehung ist das Alter. Qualitätsgesicherte Brustkrebs-Früherkennungsuntersuchungen sind, unabhängig von verschiedenen Erkrankungsrisiken, für jede Frau nützlich, deren Alter eine höhere Erkrankungsrate erwarten lässt. Die Anamnese umfasst: Alter, Menarche, Menopause, BMI, Zyklusphase, erste ausgetragene Schwangerschaft, Stillzeit, Krebserkrankungen und Strahlentherapie, benigne Brusterkrankungen, prämaligne Brusterkrankungen, Brustoperationen, Hormontherapie (Präparate, Zeitdauer, aktuelle Einnahme), sozio-ökonomischer Status, familiäre Krebsbelastung speziell Brust- und Ovarialkarzinom (genetische Risikokonstellation).


Mehr über Brustkrebs-Risikofaktoren erfahren
 

Was erwartet mich bei der klinischen Untersuchung zur Brustkrebs-Früherkennung?


Die ärztliche palpatorische (tastende) und inspektorische (betrachtende) Untersuchung von Brustdrüse und regionären Lymphabflussgebieten muss Bestandteil jedes Früherkennungsprogramms sein und soll zumindest ab dem 30. Lebensjahr lebenslang in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden. Studienergebnisse zeigen, dass gerade ab dem 40. Lebensjahr durch die ärztliche palpatorische und inspektorische Untersuchung der Brustdrüse und der Lymphabflussgebiete in Kombination mit der Mammographie die Brustkrebs-Früherkennung wirksamer zu gestalten ist.


Brauche ich eine Mammographie zur Brustkrebs-Früherkennung?


Die Mammographie ist zur Zeit die einzige für die Erkennung von Brustkrebsvorstufen oder frühen Tumorstadien allgemein als wirksam anerkannte Methode. Prospektiv randomisierte Studien zeigen, dass mit der Einführung einer Screening-Mammographie als Röntgen-Reihenuntersuchung eine altersabhängige Brustkrebssterblichkeitsreduktion um 20–40% möglich ist. Aufgrund der randomisierten Studien ist eine Wirksamkeit der Früherkennungsmammographie für Frauen zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr, neuerdings auch zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr, belegt, aber auch nach dem 70. Lebensjahr anzunehmen. Der individuelle Nutzen der Mammographie überwiegt ab dem 40. Lebensjahr die sich aus der Strahlenexposition ergebenden Risiken. Das Optimum des Verhältnisses aus Nutzen und Risiko liegt zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr.

Ergänzung der medführer-Redaktion:
Die Mammografie ist die derzeitig sicherste bildgebende Methode Brustkrebs zu diagnostizieren. Als generelle Früherkennungsmaßnahme wird allerdings nur das Mammografie-Screening für Frauen zwischen 50-69 Jahren angeboten. Frauen, die jünger oder älter sind, müssen die Kosten für eine Mammografie selber tragen, wenn kein Verdacht auf eine Brustkrebserkrankung vorliegt. Wird bei einer Untersuchung ein Knoten oder eine sonstige Unregelmäßigkeit festgestellt und ihr Arzt verordnet zur weiteren Abklärung eine Mammografie, übernimmt die Krankenkasse auch weiterhin die Kosten.

Mehr über die die Mammographie erfahren


Erweiterte Diagnostik zur Brustkrebs-Früherkennung: Sonographie und Magnetresonanztherapie


Die Sonographie ist eine Zusatzuntersuchung für die Abklärung unklarer Befunde. Als alleinige Methode ist sie für die Früherkennung ungeeignet. Die Kontrastmittel-Magnetresonanztomographie ist eine Zusatzuntersuchung unter spezieller Indikationsstellung. Der Wert der Magnetresonanztomographie ist im Rahmen von prospektiv randomisierten Studien nicht evaluiert.
letzte Aktualisierung: 14.05.2012

Verwendete Quellen:

Prof. Dr.med. Prof. h.c. Christof Sohn
Dr. med.
Florian Schütz


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